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Jüterbog Bürgermeister kritisiert Kirchen-Entscheidung
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Bürgermeister kritisiert Kirchen-Entscheidung
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02:21 20.04.2018
Nikolaikirche in Jüterbog. Quelle: Katja Schubert
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Jüterbog

Die Schließung der beiden Türme der Jüterboger Nikolaikirche wird von Bürgermeister Arne Raue (parteilos) kritisch gesehen. „Natürlich respektiere ich die Entscheidung des Gemeindekirchenrates und nehme dies als Symbolhandlung sehr ernst – aber ich kann es nicht gutheißen“, sagt er der MAZ.

Raue: „Bärendienst für Bürger und Touristen“

Die Gemeinde habe „den Bürgern der Stadt, den Touristen und den Gewerbetreibenden einen Bärendienst erwiesen“, so Raue: „Gelungen ist ihr, die Stadt bundesweit in die Schlagzeilen zu bringen. Ob das ihr Ziel war, weiß ich nicht.“

Dieses umstrittene Transparent hatte Raue am Donnerstag ans Rathaus hängen lassen. Am Freitag zur „Zukunft Heimat“-Demo war es wieder weg. Quelle: Uwe Klemens

Vor der Entscheidung habe es keinen Versuch gegeben, Probleme in Gesprächen zu klären, sagt der Bürgermeister, der vom Gemeindekirchenrat für seine Haltung gegenüber der Flüchtlingshilfe kritisiert worden war. „Es geht nicht um Probleme der Stadt, sondern der Flüchtlingshelfer selbst, die nicht wissen, wie sie mit Erkenntnissen über Straftaten von Flüchtlingen umgehen wollen“, sagt Raue.

Jetzt gibt es Gespräche zwischen Stadt und Kirche

Der Gemeindekirchenrat hatte von städtischen „Würdenträgern“ gesprochen, die Flüchtlingshelfer verleumdet haben sollen. Wer damit gemeint sein soll, kann sich Raue nicht vorstellen. Auch von anderen Politikern wird die Turmsperrung kritisch gesehen.

Dies und die nächsten Schritte zu klären war Zweck eines gemeinsamen Treffens von Pfarrern, GKR und Bürgermeister, das am Dienstagabend stattfindet. Außerdem soll es am Freitagabend ein Gespräch zwischen Stadtverordneten und dem Gemeindekirchenrat geben.

Von Uwe Klemens

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