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Der Schlüssel zur Seele

Jüterbog Der Schlüssel zur Seele

Das Intensivpflege-Unternehmen WIB homecare startet eine Crowdfunding-Kampagne für die Finanzierung eines Klangstuhls. Schon eine kleine Spende kann helfen. Durch die spezielle Musiktherapie sollen die Genesungschancen von Wachkomapatienten weiter verbessert werden.

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Musiktherapeutin Sigrid Aisha Kintscher spielt die Körpertambura. Mit dem Instrument erzielt sie offenbar enorme Erfolge.

Quelle: Foto Isabelle Richter

Jüterbog. „Dieses innerliche Aufräumen schafft eine Krankenschwester auch nicht“, sagt Mandy Groth. Die Unternehmerin spricht dabei von der Musiktherapie mit Wachkomapatienten. Bevor sie 2009 die WIB homecare GmbH gründete, arbeitete sie selbst jahrelang als Krankenschwester in vielen verschiedenen Pflegeeinrichtungen.

Doch sie wollte mit ihrem Unternehmen mehr erreichen, als die Patienten nur am Leben zu halten und auch scheinbar hoffnungslosen Fällen ein glückliches Leben schenken.

Die Patienten ziehen viel Kraft aus der Musiktherapie

Ein Klangstuhl soll deshalb die neue Bereicherung ihrer Einrichtung werden. Bei einem Instrumentenbauer aus Berlin hatte sie den Stuhl das erste Mal gesehen und ihn daraufhin zum Test mit nach Jüterbog genommen. Der Stuhl besitzt Saiten an der Rückenlehne, die bespielt werden, während der Patient im Instrument sitzt. Dadurch wird eine Vibration am ganzen Körper ausgelöst, was den Patienten gut tut.

Das Intensivpflege-Unternehmen arbeitet seit einiger Zeit bereits mit kleineren Instrumenten wie der Körpertambura und konnte bisher enorme Erfolge verbuchen. „Die Patienten ziehen sich Kraft aus der Musiktherapie und haben dadurch wieder die Kraft für andere Therapien“, so die Geschäftsführerin.

Mit dem Klangstuhl werden neue Reaktionen erreicht

Der Klangstuhl soll diese Erfolgschancen durch die bequeme Sitzposition und die Ganzkörpervibration noch mehr intensivieren. Musiktherapeutin Sigrid Aisha Kintscher ist überzeugt von der Wirkung. Musik tue den Patienten vor allem seelisch gut. „Es macht eine andere Konzentration“, erklärt sie.

Im Test mit dem Klangstuhl konnte Mandy Groth das gut beobachten: „Jeder Patient hat auf irgend eine Art und Weise eine Reaktion gezeigt, die wir vorher nicht von ihm kannten“, berichtet die Geschäftsführerin. Es sind kleine Schritte, bei denen jedoch Freude und Lebenswille der Patienten wachsen.

Aus kleinen, einzelnen Summen wird eine große Spende

Bisher hat Mandy Groth immer versucht Anschaffungen aus ihren eigenen Kräften zu finanzieren. Doch bei 12 000 Euro für die Sonderanfertigung des Klangstuhls kommt auch ihr Unternehmen an die Grenze.

Deshalb startete sie vor rund einer Woche eine Crowdfunding-Kampagne, bei der sich Menschen mit einem kleinen Anteil an der benötigten Summe beteiligen können. Mehr Infos unter: www.helfen.wibhomecare.de

Von Isabelle Richter

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