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Deutschlands bester Blues-Trommler

Auszeichnung für den Jüterboger Michael Maass Deutschlands bester Blues-Trommler

Er ist der beste Blues-Schlagzeuger Deutschlands: Michael Maass aus Jüterbog. Er hat kürzlich beim "German Blues Award" abgeräumt. Der Musiker spielt nicht nur Blues, sonders organisiert auch regelmäßig Festivals. Auch dafür wurde er ausgezeichnet.

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Wer so begeistert in die Becken haut, hat zweifelsohne einen Preis verdient.

Quelle: Promo

Jüterbog. Der Jüterboger Musiker Michael Maass hat gleich zwei Preise bei den diesjährigen „German Blues Awards“ gewonnen. Maass wurde mit einem Einzelpreis als bester deutscher Blues-Schlagzeuger ausgezeichnet. Zudem gewann er mit seinem „Blue Wave Festival Rügen“ den Preis für das beste „Blues-Festival national“. Maass organisiert die Veranstaltung seit Jahren in Eigenregie, genau wie das alljährliche „Jüter boogie-Festival“ in seiner Heimatstadt Jüterbog, das am vergangenen Wochenende stattfand. Maass verriet schon dort hinter den Kulissen, dass er die beiden Blues Awards gewonnen hat.

„Beide Preise sind mir enorm wichtig“, sagt er, „denn sie wurden vom Publikum vergeben, und nicht von einer Jury.“ Den Preis habe er von den Leuten erhalten, „die man auch bei jedem einzelnen Konzert erreichen und mitreißen möchte, nämlich die Blues-und Boogiemusikfans“, sagt Maass.

Die German Blues Awards werden seit dem Jahr 2010 in neun verschiedenen Kategorien verliehen. Vor der Verleihung führt der deutsche „Baltic Blues Verein“ eine Umfrage bei Fachjournalisten, Veranstaltern, Produzenten, und anderen Szenekennern durch, erklärt Maass. „Sobald die Umfrage abgeschlossen ist, werden die drei bis fünf am häufigsten Genannten in jeder Kategorie zur Internetabstimmung gebracht. Das Publikum entscheidet dann über die Preisträger“, so der Musiker weiter. Die Auszeichnungen sind nicht mit Geldpreisen verbunden. „Aber die Sieger des Awards ,beste Bluesband’ dürfen nach Memphis fahren. Das ist wie der heilige Gral für alle Blues-Musiker“, schwärmt Maass. Dort in den USA findet die „Blues Challenge“ statt, der bedeutendste Musikwettbewerb für Jazz- und Bluesmusiker aller Welt, sagt er. „Mit meiner Band, den ,Crazy Hambones’ falle ich leider durch die Quotenregelung.“ Um nominiert zu werden, müssten mehr als 50 Prozent der Bandmitglieder aus Deutschland kommen. Von Memphis schwärmt er dennoch, dort sei die Geburtsstätte des Blues.

Erst die Wendezeit brachte ihm den Blues, blickt Michael Maass zurück. Seine ersten Unterrichtsstunden am Schlagzeug verdiente er sich als 14-Jähriger beim Skat, als er gegen seinen Lehrer gewann. Später folgten zwei Semester an der Berliner Hochschule für Musik und an der Dresdener Hochschule für Musik. Der Zufall führt ihn Anfang der 1990er-Jahre mit dem Boogie-Pianisten Axel Zwingenberger zusammen, der Maass in die Boogie & Blues Szene einführt. Micha Maass ist seit dem nicht nur als Musiker in vielen verschiedenen Bandprojekten weltweit aktiv.

Als Gastgeber bringt er seit Jahren Musiker zu seinen Konzerten nach Deutschland. So organisiert er die „Mississippi Blues Night“ oder die Veranstaltungsreihe „Soultrain“ in Berlin, das „ Blues & Barbecue“ oder sein Jüterboogie-Festival in Jüterbog, und das seit diesem Jahr preisgekrönte „Blue Wave Festival“, das größte Musikereignis auf der Insel Rügen.

Auch mit dem Award als bester deutscher Blues-Schlagzeuger in der Tasche, kennt Maass keinen Stillstand. „In den letzten zwei Novemberwochen hole ich mir neue Anregungen in New York und nehme Privatunterricht bei dem berühmten Schlagzeuger Billy Martin“, sagt er. Im Februar geht’s noch für eine Woche nach Moskau. „Vielleicht erleben wir dann im nächsten Jahr wieder Musiker aus den USA oder Russland beim Jüterboogie“, sagt er.

Von Kathrin Burghardt

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