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Die Mischung machts

Jüterbog Die Mischung machts

Ob Jung oder Alt: Zusammenhalt kennt keine Altersgrenze. Im Bereich Volleyball des SSV Jüterbog trainiert man gerne gemeinsam. Olaf Blüschke und Klaus-Peter Ott sind schon alte Hasen im Volleballsport. In Sachen Humor können sie aber noch bestens mit den jungen Spielern mithalten.

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Olaf Blüschke (l.), Lynn Klapetz (M.) und Klaus-Peter Ott sind am Netz und beim Vereinsleben ein gutes Team

Quelle: Isabelle Richter

Jüterbog. „Wir kommen uns manchmal vor wie die beiden Alten von der Muppet-Show“, sagt Klaus-Peter Ott und lacht. Der 65-Jährige meint damit sich selbst und seinen Vereinskollegen Olaf Blüschke. Die beiden Sportsenioren gehören sozusagen zum Inventar des SSV Jüterbog und sorgen für die gute Stimmung beim gemeinsamen Training mit der Jugend.

Zur Winterzeit treffen in der Turnhalle am Neuheimer Weg junge, dynamische Volleyballer auf erfahrene Spieler über die 60 hinaus. Das hat vor allem damit zu tun, dass die älteren Spieler in der kalten Jahreszeit zu wenig gleichaltrige Mitspieler in die Halle locken können. Viele von ihnen haben durch den harten Hallenboden zu hohe Rückenbelastungen und trainieren deshalb nur noch in der Sommersaison im weicheren Sand.

Das gemeinsame Training dient nicht nur als Zweckgemeinschaft

Wer von den älteren Volleyballern auch im Winter spielen möchte, muss also gegen die Jugend ran. Was wie eine Zweckgemeinschaft wirkt, ist aber viel mehr als das. Die Altersmischung stärkt nicht nur das Miteinander zwischen Jung und Alt, sondern sorgt auch dafür, dass die Mitglieder sich untereinander wohl fühlen und dem Verein für lange Zeit treu bleiben.

Olaf Blüschke ist 67 Jahre alt und hat schon im Jahr 1975 mit dem Volleyballspielen begonnen. Einige der Spieler, mit denen er in den Wintermonaten zusammen trainiert, waren da noch nicht einmal geboren. Obwohl er „lange nicht mehr so schnell“ ist, wie er selbst sagt, hat er über das gemeinsame Training nur Positives zu berichten: „Das klappt ganz gut und die nehmen auch Rücksicht.“

Die alten Herren kommen jede Woche gerne in die Halle

Wenn Olaf Blüschke wirklich einmal eine Pause braucht, setzt er sich an den Rand und gibt den lustigen Schiedsrichter. Dabei beobachtet er den jungen Nachwuchs mit großer Faszination. „Ihre Freude am Volleyball ist mit das Wichtigste“, sagt der Vereinskassierer. Zusammen mit Klaus-Peter Ott hat er einen Altersgenossen an seiner Seite. Die beiden erfahrenen Spieler genießen das abendliche Training mit der jüngeren Generation. Für sie steht dabei aber längst nicht mehr nur die sportliche Betätigung im Vordergrund. Das familiäre Umfeld und der Spaß, den die beiden mit ihren jungen Vereinskollegen haben, lockt sie Woche für Woche in die Turnhalle.

Auch Verflossene kommen gerne zurück

Lynn Klapetz ist erst 19 Jahre alt. Sie schätzt das Training und „das lockere Zusammensitzen und Quatschen“ mit den älteren Spielern. „Es ist immer lustig und erfrischend“, finden auch Yannik Nielsen (20) und Lisa Bagdenand (21). Die Studenten genießen die bunte Mischung verschiedener Generationen. Sie berichten außerdem, die Älteren würden mit ihrer lebendigen Art oft die Lage entspannen, wenn die Jüngeren einmal zu impulsiv agieren und aneinandergeraten. Die beiden sind eigentlich nicht mehr im Verein aktiv, da sie mehrere Kilometer weit weg studieren. Aufgrund der guten Atmosphäre beim SSV Jüterbog schauen sie aber immer gern beim Training vorbei, wenn sie gerade in der Nähe sind.

Zusammenhalt ist wichtig im Vereinssport

Klaus-Peter Ott sieht das Ganze realistisch: „Klar haben die jungen Leute andere Interessen. Wir haben ja früher auch nicht ständig mit den Alten zusammengesessen, aber wenn wir es schaffen, mal zusammenzusitzen, ist das doch super. Mehr darf man nicht erwarten.“ Der 65-Jährige hat immer einen Spruch auf den Lippen. Während die Jugend eher verantwortlich für die sportlichen Erfolge im Verein ist, sieht er seine Funktion im inzwischen mehr im Organisatorischen: „Wir Älteren übernehmen dann andere Aufgaben, die den Zusammenhalt fördern“, erklärt Klaus-Peter Ott.

Dazu gehört zum Beispiel, sich um das leibliche Wohl der jungen Spieler zu kümmern. Ihnen ein kühles Getränk in der Trainingspause zu reichen oder witzige Anekdoten einzuwerfen: Aufgaben, die Klaus-Peter Ott gerne übernimmt.

Von Isabelle Richter

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