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Eine Diebestour und ein ungeschicktes Finale

Dreister Coup Eine Diebestour und ein ungeschicktes Finale

Eine Nacht, zwei Tatorte, zwei Opfer und vier gestohlene Fahrzeuge – dass Diebe auch vor größerem Aufwand nicht zurückschrecken, um an ihre Beute zu gelangen, mussten nun zwei Unternehmen in Jüterbog und Neuhardenberg erleben. Die MAZ hat mit einem Betroffenen gesprochen.

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In diesem Waldstück an der B 167 haben die Diebe ihre Beute in den Sand gesetzt, danach flohen sie ohne Beute.

Quelle: Foto: Polizei

Jüterbog. „Es ist ein Dilemma, denn wie wir das fehlende Fahrzeug ersetzen können, weiß ich nicht“, sagt Jens Abicht. Der gestrige Tag wird als Schwarzer Montag in die Firmengeschichte des Jüterboger Unternehmens Stapler- und Hydraulik-Service GmbH (SHS) eingehen, wie sich am Stoßseufzer des Geschäftsführers zeigt.

In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag wurde ein vor dem Firmengelände abgestellter Lkw samt Spezialauflieger gestohlen. Auch wenn das Diebesgut inzwischen von der Polizei sichergestellt werden konnte, ist der Schaden beträchtlich. Sowohl die 66.000 Euro teure Zugmaschine vom Typ MAN 18.320, als auch der Spezialauflieger im Wert von 7000 Euro sind erheblich beschädigt worden. Neben den geschätzten Reparaturkosten von rund 15.000 Euro kommt der Ausfall des wochentags rund um die Uhr ausgelasteten Gespanns das Unternehmen teuer zu stehen.

Jens Abicht, Geschäftsführer beim Jüterboger Unternehmens Stapler- und Hydraulik-Service GmbH

Jens Abicht, Geschäftsführer beim Jüterboger Unternehmens Stapler- und Hydraulik-Service GmbH.

Quelle: MAZ

Was genau in jener Nacht geschah, lässt sich zumindest teilweise rekonstruieren, es gleicht einem filmreifen Gaunerstück. Die Aufzeichnungen der GPS-Überwachung belegen, dass sich der Dieb oder die Diebe am Samstag Punkt 20.53 Uhr mit dem gestohlenen Fahrzeuggespann vom SHS-Sitz im Jüterboger Gewerbegebiet aus auf den Weg nach Dahlewitz machten. Eine Stunde später kam das Gespann dort an, weitere 30 Minuten danach setzte sich der MAN in Richtung Potsdam in Bewegung, wo er am Montagmorgen mittels GPS im stark beschädigten Zustand gefunden werden konnte.

„Abgesehen hatten es die Diebe eigentlich wohl nur auf Traktoren, für deren Abtransport sie unseren Spezialauflieger brauchten“, vermutet Abicht. Da sein Auflieger eine Auffahrrampe hat und eine Plane, unter der die Ladung unsichtbar bleibt, ist er für solche Zwecke ideal.

Zweites Opfer dieser Nacht wurde der Landmaschinenhandel Peter Clausen in Neuhardenberg (Landkreis Märkisch Oderland), von dessen Firmengelände zwei nagelneue John-Deere-Traktoren verschwanden. Die Suche danach war kurz. Auf der Fahrt zum Tatort entdeckte die Polizei auf einem Waldweg den festgefahrenen Anhänger samt Traktoren. Von den Dieben hingegen fehlt derzeit jede Spur.

„Solch ein Fall ist selten“, sagt Polizeisprecher Axel Schugardt. Zeugen werden gebeten, sich unter 03371/6000 zu melden.

Von Uwe Klemens

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