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Essen macht lustig

Im Internationalen Treff in Luckenwalde wird nicht nur gekocht Essen macht lustig

Essen macht lustig, essen verbindet - das Mehrgenerationenhaus Luckenwalde hat zum gemeinsamen Kochen geladen. Serviert wurden scharfe Reisgerichte aus Ägypten oder Hühnchengerichte aus Dubai. Im nächsten Jahr sollen die Rezepte dann zu einem Kochbuch zusammengefasst werden. Doch Kochen ist nicht das einzige Angebot im Internationalen Treff. Dort gibt es auch Führerscheinkurse und Sprachunterricht.

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Luckenwalde. Allein der Anblick der leckeren Speisen ließ einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Beim „Interkulturellen Treff“ in dieser Woche im Mehrgenerationenhaus wurde gekocht. Die internationalen Speisen, die man bei dieser Gelegenheit verkosten konnte, wollen die Organisatoren bald auch zu Papier bringen. Ziel ist es, spätestens im nächsten Jahr ein Kochbuch mit Rezepten aus aller Welt herauszubringen.
„Am liebsten wären uns Fotos von den Hobby-Gourmets und, dass vielleicht auch der Zuwanderungsgrund genannt wird“, sagt Christiane Witt, Ausländerbeauftragte im Landkreis Teltow-Fläming. Anregungen für die Rezepte dürfte es im Landkreis mehr als genug geben. In Teltow-Fläming leben Menschen aus 104 Nationen. Allein in Luckenwalde sind 70 Nationalitäten vertreten.
Am Dienstag gab es ein Büfett, das kaum Wünsche offen ließ – von deftig über scharf bis süß war alles vertreten. Und für sämtliche Speisen wurden frische Zutaten verwendet. Serviert wurde zum Beispiel „Kuschari“ – ein scharfes Reis-Nudelgericht aus der ägyptischen Küche mit Linsen, Tomaten und Zwiebeln. Auch „Kapsa“ kam auf den Teller – das wird in Dubai nur hochrangigen Gästen zu speziellen Anlässe gereicht.
Zuerst wurde im Mehrgenerationenhaus gemeinsam gekocht und anschließend gegessen. Dazu waren Gäste eingeladen – unter anderem Vertreter der Akademie Zweite Lebenshälfte, des Fidibus sowie Bewohnerinnen des Frauenhauses. Im „Interkulturellen Treff“ unter Leitung von Bärbel Tascarella stehen die Teilnehmer aber nicht nur am Herd. Jede Woche wird entschieden, was beim nächsten Mal auf dem Plan stehen soll. So gibt Raida Albajekni den Mädchen und Jungen, die ins Mehrgenerationenhaus kommen, bei Bedarf Englisch-Nachhilfeunterricht.
Außerdem bereitet Bärbel Tascarella Migranten auf Führerscheinprüfungen vor. Marwarn Ossi aus Syrien ist von Beruf Automechaniker und im Besitz einer Fahrerlaubnis, die in Deutschland aber nicht anerkannt wird. Daher muss er noch einmal Theorie und Praxis bestehen. Inzwischen hat er einen Deutschkurs belegt. Allerdings ging ihm der ein wenig zu flott. „An einem Tag habe ich noch das Abc gelernt und am nächsten Tag musste ich schon lesen und schreiben.“ Damit bei der Führerscheinprüfung alles glatt geht, übt Bärbel Tascarella nun mit ihm.
Katy Seier ist begeistert vom „Interkulturellen Treff“. Sie arbeitet als Kinderkrankenschwester in Berlin und hat dort seit Jahren mit ausländischen Patienten zu tun. Vor Kurzem ist sie nach Klausdorf gezogen. Sie hat davon erfahren, dass für Migranten Paten gesucht werden, und war sofort interessiert. „Ich möchte mich gern hier mit einbringen. Ich will sehen, wo ich helfen kann.“ Aus Erfahrung weiß sie, dass viele ausländische Frauen Probleme haben, sich zu integrieren. Ihre Männer lernen meist schnell und finden auch eher eine Arbeit. Die Frauen wrüden dann den ganzen Tag allein zu Hause sitzen.
„Trotzdem ist es nicht so, dass sie jedem bereitwillig die Tür öffnen. Sie haben oft sehr viel Schlechtes erlebt. Und es dauert einige Zeit, bis man ihr Vertrauen gewonnen hat“, sagt die Wahl-Klausdorferin. Katy Seier selbst spricht Englisch und Türkisch. Sie hat vor einiger Zeit extra einen Sprachkurs an der Volkshochschule belegt, um sich mit ihren kleinen Patienten im Krankenhaus verständigen zu können.

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