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Jüterbog Europamobil macht Station im Gymnasium
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09:30 19.09.2018
Das Quiz zum Thema Europa reichte von historischen Fakten bis zu aktuellen, politischen Fragen. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

„Wir wollen Europa dorthin bringen, wo es nicht jeden Tag stattfindet, nämlich in die Schulen“, sagt Stephen Bastos, Projektleiter des von der Stiftung Genshagen 2009 ins Leben gerufenen „Europa Mobil“. Seither touren Bastos und jeweils 20 Studenten aus verschiedenen europäischen Staaten jährlich abwechselnd durch Brandenburg, Polen und das Pariser Umland. Auf dem Schulhof des Goethe-Schiller-Gymnasium in Jüterbog machten sie gestern Station.

Konkrete Erfahrung mit konkreten Menschen

„Wir wollen jungen Menschen vermitteln, dass Europa konkrete Erfahrung ist, hinter der immer konkrete Menschen stehen. Wir hoffen, dass sich die Schüler dadurch eine andere Perspektive erarbeiten, denn sonst droht die Gefahr, dass die eigentliche Idee Europa, die Begegnung von Menschen, verloren geht“, sagt Bastos, der als Sohn deutsch-mosambikanischer Eltern, der in Südafrika geboren wurde und mit einer Polin verheiratet ist, die Chancen kulturellen Miteinanders kennt.

Sein engagierter und humorvoller Einführungsvortrag vor den Zehnt- und Zwölftklässlern erhielt ebenso herzlichen Applaus, wie die spielerische Vorstellungsrunde der aus zwölf Nationen stammenden Studenten, die in kurzen Sketchen ihre Heimatländer vorstellten und zu Mini-Workshops über europäische Geschichte, Kultur, europäische Identität, Migration und Demokratie einluden.

Europa zum Anfassen

Die lockere Art der Gastdozenten im Alter von Anfang 20 bis 30 Jahren, die in ihrer Heimat in ganz unterschiedlichen Richtungen studieren und sich für die Teilnahme am Projekt jedes Jahr neu über eine internationale Ausschreibung bewerben können, kam bei den Schülern gut an. „Europa zum Anfassen“ wäre ein passende Überschrift für das Projekt. So unkompliziert so schnell zu begreifen, welche Idee hinter dem Europäischen Gedanken steckt, kann kein noch so sorgsam ausgedachter normaler Unterricht leisten.

„Unsere Erfahrungen sind durchweg sehr gut und das Interesse in den Schulen riesengroß“, sagt Bastos. Alleine aus Brandenburg gab es für dieses Jahr 50 Anfragen von Schulen. „Elf können wir im Rahmen des Projektes nur schaffen“, so der Projektleiter. „Es gibt bei den Schülern eine unglaublich große Offenheit und Neugier auf Europa, die man eigentlich nur noch abrufen muss.“

Erwartungen übertroffen

Der Andrang an den Infoständen des Deutsch-Französischen Jugendwerkes, der Austauschorganisation Yfu und der Aktion Sühnezeichen bewies die Richtigkeit dieser Aussage. „Der Projekttag hat alle meine Erwartungen übertroffen und meinen Wunsch bekräftigt, nach dem Abi in ein anderes Land zu gehen“, sagte die 17-jährige Beronice im Anschluss. „Schön gemacht und so, dass sich jeder trauen konnte, auch mal was Falsches zu sagen“ ergänzt ihre Mitschülerin Annachanim. Auch sie zieht es gleich nach dem Abi in die Fremde.

Von Uwe Klemens

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