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Jüterbog Die Juterbocks in Jüterbog
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01:15 14.07.2018
Deborah und Richard Juterbock mit Gastwirt Christian Liefeldt im „Heinrichshof“ in Jüterbog. Quelle: Katja Schubert
Jüterbog

Deborah (65) und Richard (72) Juterbock aus Far Hills, New Jersey verbindet einiges mit der Stadt Jüterbog – nicht zuletzt ihr Nachname. Das amerikanische Ehepaar verweilte von Donnerstag bis Freitag im Landhaus „Heinrichshof“ und genoss Land und Leute der märkischen Kleinstadt.

„Schöne Landschaft, gutes Essen, freundliche Menschen“

Vor 14 Jahren kam der 72-jährige Anwalt erstmals nach Jüterbog, seitdem war er hier schon oft zu Besuch und unternimmt regelmäßig große Fahrradtouren quer durch Deutschland und andere europäische Länder. Seine Frau ist in diesem Jahr zum ersten Mal mit von der Partie. „Wir lieben die schöne Landschaft und das gute Essen in Deutschland, die vielen Radwege sind ideal zum Fahrradfahren. Außerdem sind die Menschen sehr freundlich“, schwärmt Richard Juterbock. Er ist begeistert von der vielseitigen Geschichte der Region, interessiert sich für die historischen Bauten und Landschaftsmerkmale, an denen er vorbeifährt. „Hier herrscht ein gewisser Respekt für Natur und Geschichte, das fehlt bei uns in Amerika“, sagt er.

Ein Mousepad als Gastgeschenk

Obwohl er vor vielen Jahren Deutsch studierte, beherrscht er die Sprache heute kaum noch. Dafür spricht er fließend Französisch. Von seiner Unterbringung ist der Mann aus New Jersey vollkommen überwältigt: „Wir haben hier so gut geschlafen und gegessen, das Haus und der Garten sind wundervoll!“.

Als kleine Willkommens-Geste überreichte Gastgeber Christian Liefeldt seinen beiden Gästen ein Mousepad mit Jüterboger Motiv. „Das ist leicht, das können sie zur Erinnerung an uns einfach mit dem Fahrrad mitnehmen“, so Liefeldt.

Reisen auf dem Fahrradsattel

Schon als Student ist Juterbock viel gereist, lernte auf seinen Trips viele interessante Menschen kennen. „Man braucht nicht unbedingt viel Geld, um zu verreisen. Zudem ist das viele Radfahren in meinem Alter gleich ein bisschen Training“, meint er. Diesmal dauert seine Reise insgesamt drei Wochen. Nur eine Nacht lang blieb das Paar in Jüterbog, danach ging es auf dem Fahrradsattel weiter nach Wittenberg. Wenn es ihnen irgendwo gefällt, machen sie spontan Halt.

Vorfahren möglicherweise aus der Region

Doch nicht nur die Landschaft und die gute Küche locken Richard Juterbock immer wieder in die Region. Er vermutet, dass sein Urgroßvater August Juterbock, der vor knapp 150 Jahren aus Deutschland in die USA auswanderte, in der Fläming-Region aufgewachsen sein könnte. Die genaue Herkunft seines Namens kann er auch nur erraten, doch besteht die Theorie, dass bei dieser Immigration der Name der Stadt Jüterbog einfach mitgetragen und von den Behörden falsch geschrieben übernommen wurde. Aus diesem Grund sucht der lebensfrohe Ostküsten-Rentner nun in alten Aufzeichnungen nach Nachweisen seines eigenen Familienstammbaums. Er hofft, hier mehr zu erfahren, warum seine Vorfahren damals auswanderten, wer sie waren.

Gleichnamiges Playmate

Auf seinen Namen ist Richard Juterbock stolz, in seiner Heimat käme er immerhin nur selten vor. „Dazu gibt es eine tolle Geschichte: Vor circa 47 Jahren machte mich mein Cousin auf das Playmate des Monats in der entsprechenden Zeitschrift aufmerksam. Diese hieß zufällig Judy Juterbock. Da ich damals in New York als Anwalt für die Bank J.P. Morgan arbeitete, nahm ich gleich Kontakt zu dem New Yorker Playmate auf, wir trafen uns anschließend zum Lunch“, erzählt er.

Immigrantenfamilie Juterbock

Den ungewöhnlichen Namen tragen seine beiden erwachsenen Töchter Caroline und Lisbeth zu Juterbocks Bedauern nicht mehr weiter, dafür heißen einige Familienmitglieder in Chicago, Illinois und Ohio bis heute so. „Wir sind eine typische Immigrantenfamilie, haben Wurzeln in Italien, der Schweiz und eben in Deutschland“, sagt er.

Von Katja Schubert

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