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Jüterbog Folkfest zwischen Lyrik und Rock
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Folkfest zwischen Lyrik und Rock
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00:20 03.05.2018
Die gemeinsame Session aller Akteure des Folk-Events wurde zum feurigen Finale. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Wer schon immer mal wissen wollte, wie die Lieder unserer Vor-Vorfahren geklungen haben, war am Samstagabend auf dem lauschigen Hof des Jüterboger Kulturquartiers gut aufgehoben. Knapp 100 Zuhörer waren der Einladung zum ersten „Fläming-Folk“ gefolgt. Dass die Frage nach dem Urtyp des Fläming-Klangs nicht wirklich geklärt wurde, fiel am Ende des stimmungsvoll-abwechslungsreichen, fünfstündigen Konzertabends kaum ins Gewicht.

„Sicher gab es früher auch Lieder, die es so nur im Fläming gab. Aber um die auf die Bühne zu bringen, müsste man noch tüchtig forschen“, sagt Organisator Ralf Kirsten alias Ralf der Rabe, „aber das können wir uns ja für die Zukunft aufheben. Ob es mit dem Jüterbog-Folk weitergeht, und ob aus dem kleinen Fest eines Tages ein großes Festival wird, hängt von der Resonanz beim Publikum und auch von den Finanzen ab“.

Zuspruch der Zuschauer war gut

Gemessen am Zuspruch, den die Jüterbog-Debüts der Doberlug-Kirchhainer Harfenistin Chris Lunatis und der Berliner Folk-Rockband Larkin, sowie das Fast-Heimspiel von Kirstens „Rabenbrüdern“ beim Publikum fanden, dürfte die Zukunft des Jüterbog-Folk gesichert sein.

Der vom singenden Raben und Quartier-Leiter Jens Katterwe erdachte Spannungsbogen, von lyrischem Harfenspiel über derb-kraftvolle Trinklieder bis hin zu irischer und deutscher Folklore in rockiger Gewandung, war gut gewählt.

Feine Stimme, keltisches Instrument

Die aus Thüringen stammende und heute im Nachbarlandkreis Elbe-Elster lebende Harfenistin Chris Lunatis ließ sich von den nicht mal zur Hälfte besetzten Zuschauersitzen wenig beeindrucken und lud mit feiner Stimme und keltischem Instrument zu Märchenhaftem aus aller Welt. Neben eigenwillig arrangierten, altbekannten Liedern aus aller Welt gehören auch selbst erdachte Songs zu ihrem Repertoire.

Die mit großer Trommel, Schalmei, Drehleier und Gitarre ausgestatteten Rabenbrüder gingen mit trinkfester Stimme und passenden Liedern wesentlich weniger zartbesaitet zur Sache, was die Zuhörer mitsingend und -klatschend honorierten.

Larkis waren die Krönung

Der Zuwachs an Bühnenpräsenz ist in den elf Jahren ihres Bestehens weder zu überhören, noch zu übersehen. Sich vorzustellen, dass es vor uralter Zeit in den Schankstuben der Städte nach getaner Arbeit und bei Volksfesten so ähnlich zugegangen sein mag, fällt nicht allzu schwer.

Krönung des Abends war zweifellos der Auftritt der fünfköpfigen Folkrockband „Larkis“, deren musikalisches Heimatland irgendwo zwischen Lyrik, rockiger Volksliedbearbeitung und Klassik-Adaption liegt. Frontmann Attila wickelt gekonnt jeden Zuhörer im Hof des Jüterboger Kulturquartiers um den Finger. Das große Finale mit allen Akteuren des Folk-Festes auf der Bühne war ein verheißungsvoller Schlusspunkt.

Von Uwe Klemens

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