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Jüterbog II Gemeinsam Planen

An der Neugestaltung von Jüterbog II sollen sich Einwohner beteiligen – Workshops stoßen auf Interesse, schriftliche Stellungnahmen sind Mangelware. Die Frist für das Mitspracherecht läuft Ende April ab. Planerin Anja Bruckbauer freut sich über jeden Beitrag.

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Jüterboger zeigten sich interessiert an den Planungen für den Stadtteil hinter dem Bahnhof.

Quelle: Isabelle Richter

Jüterbog. Die Neugestaltung des Stadtteils Jüterbog II nimmt Gestalt an. Grünflächen, Parkplätze, Spielbereiche, Jugendangebote – darum ging es unter anderem bei der zweiten Bürgerversammlung zum Förderprogramm „Soziale Stadt“ von Bund und Land. Derzeit besteht bei der Planung für den „Öffentlichen Raum“ noch das Recht auf Mitsprache. Und zwar für die Menschen, die dort leben.

Passivität bringt keine Veränderungen

Während bei der Versammlung rund 30 Teilnehmer aktiv über die Gestaltung diskutierten, halten sich die Zuschriften von weiteren Bürgern mit Ideen und Wünschen noch in Grenzen. Planerin Anja Bruckbauer erklärt, sie habe bisher „noch gar keine“ Mitteilung bekommen. Dabei sollten vor allem die Bewohner des Stadtteils Jüterbog II ihre Chance nutzen. „Denn“, so Bruckbauer, „wenn das Verfahren abgeschlossen ist, kann in der Planung nichts mehr verändert werden.“ Wer seine Anmerkungen zur Gestaltung noch miteinfließen lassen möchte, sollte unbedingt bis zum 24. April die Möglichkeit nutzen. Die Vorschläge werden sowohl auf der Internetseite der Stadtentwicklung per Kommentar oder schriftlich vom Planungsbüro „Bruckbauer & Hennen“ entgegengenommen. Ideen für Straßen und Wege des Stadtteils sowie fürs Bahnhofsumfeld und die Nutzung der Freiflächen werden gesucht.

Der Stadtteil Jüterbog II hat viele Pluspunkte

Die Landschaftsarchitektin Angela Aurin zeigte sich von den gegebenen Voraussetzungen in Jüterbog II sehr angetan und sagte: „Ein Minus sehe ich nur in dem geringen Grünanteil vor dem Bahnhof.“ Sonst gebe es aus ihrer Sicht nur ausbaufähige Pluspunkte in dem Stadtteil.

So sollen beispielsweise die vorhandenen Straßen ihren alten Charme durch Plastersteine beibehalten. Die vorgeschlagene Tempo-30-Zone kam ebenfalls gut an. Bei der Bepflanzung ist man sich jedoch unsicher, ob die Planung wegen des hohen Pflegeaufwands so umgesetzt werden kann. In dem Ausbau der Brückenstraße zur „Neuen Mitte“ und der Entwicklung der Weßlaustraße als Bindeglied zum Bahnhof sehen die Entwickler des Gestaltungskonzepts die Chance für ein Geschäftsleben in Jüterbog II.

Spielplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien sind gefragt

Beim Ausbau des Bahnhofsgebiets steht vor allem die Frage nach der Lage des Parkplatzes mit barrierefreier Anbindung zum Bahnsteig im Raum. Die große, ungenutzte Brache an den Gleisen wird dabei als beste Lösung empfunden. Alternativ wäre die leerstehende Kaufhalle in der Lindenstraße 18 ein möglicher Standort. Kurze Wege zum Bahnhof sind dabei wichtig. Für die Freiflächennutzung gab es in dem Entwurf unter anderem den Vorschlag einer Anbindung an die Fläming-Skate und einen damit verbundenen, attraktiven Rastplatz für Gäste. Auch ein Kinderspielplatz war bei den Bürgern sehr gefragt, genauso wie ein weiterer Aufenthaltsort für Jugendliche. „Es muss nicht immer der Jugendclub sein“, sagte eine Anwohnerin und wünschte sich mehr Sitzgelegenheiten im Grünen.

Von Isabelle Richter

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