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Gnadenfrist für Tennisspieler verlängert

Jüterboger Sportler können Anlage ein Jahr weiternutzen Gnadenfrist für Tennisspieler verlängert

Die Jüterboger Tennisspieler können noch mindestens ein Jahr im Lok-Stadion weiter spielen. Verein und Vermieter einigten sich auf eine Weiternutzung der Tennisanlage. Zwischen den Parteien hatte es zuletzt Streit gegeben. Grund waren Streitigkeiten um einen möglichen Kauf der Anlage.

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Jüterbog. Vorläufig und noch bis Ende 2014 wird die einzige Jüterboger Tennisanlage im ehemaligen Lok-Stadion geöffnet bleiben. Das teilte in dieser Woche Bürgermeister Arne Raue mit. „Der Tennisverein Jüterbog und Familie Reich als Vermieter haben sich auf eine Weiternutzung der Tennisanlage, zunächst für ein weiteres Jahr geeinigt“, sagte Raue.

Der Vorsitzende des Tennisvereins Rudolf Popp bestätigte das am Dienstag auf MAZ-Nachfrage. „In der vergangenen Woche hat es dazu mehrere Gespräche gegeben“, sagte er und fügte hoffnungsvoll hinzu: „Uns liegt auch wieder ein aktuelles Kaufangebot für das Gelände vor.“

Zuletzt waren die Fronten zwischen dem Tennisverein und Familie Reich verhärtet. Die jetzigen Eigentümer des ehemaligen Lok-Stadions planen, das 66.000 Quadratmeter große, größtenteils brachliegende Areal als Bauland für Einfamilienhäuser zu verkaufen. Dem Tennisverein wurde daher im Juni zum 31. Dezember dieses Jahres der Mietvertrag gekündigt, „da der Verein uns bislang keine Kaufbereitschaft signalisiert hatte“, begründete damals Arno Reich. In der Stadtverordnetenversammlung im Juni war es zu mündlichen Auseinandersetzungen zwischen Tennisverein und Vermieter gekommen, dem Tennissport in Jüterbog drohte das Aus.

Die Freude beim Tennisverein sei nun „übergroß“ über die neuen Entwicklungen, sagte Popp. Zunächst bis zum Ende des nächsten Jahres kann der Verein nun die Anlage weiter nutzen. Die Kaufverhandlungen wurden ebenfalls wieder aufgenommen – die Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung machten dies möglich. „Die Stadtverordneten haben unsere Tennisanlage in der vorigen Woche besucht und sich für ein vermittelndes Gespräch eingesetzt. Sie versprachen uns ihre Unterstützung bei neuen Gesprächsverhandlungen mit unserem Vermieter und hielten Wort“, so Popp weiter. Natürlich sei das jedoch erst ein Teilergebnis. „Wir können jetzt die kommende Saison planen und unsere Mannschaften für die nächsten Turniere anmelden“, freute er sich über die neue, mündliche Zusage der Familie Reich, die Kaufverhandlungen mit dem Verein wieder aufzunehmen. Der Verein wolle sich jetzt der Mammutaufgabe stellen und versuchen, die Kaufsumme im sechsstelligen Bereich aufzubringen.

Bürgermeister Arne Raue erneuerte indes sein Angebot, gemeinsam mit dem Verein auch nach alternativen Standorten zu suchen. „Das Angebot der Stadt, über mittelfristig realisierbare und langfristig haltbare Tennisangebote an einem konfliktfreien Ort im Stadtgebiet nachzudenken, steht unverändert“, sagte er. Für Rudolf Popp kann das nur eine Notlösung sein, über die er vorerst noch nicht nachdenken möchte. „Wir haben viele Jahre harte Arbeit in unsere Tennisanlage gesteckt und versuchen in erster Linie, diese auch zu erhalten. Ein Neubau wäre weit teurer, als der Kauf der bestehenden Anlage“, erklärte er seine Haltung.

Bis Dezember 2014 kann also vor erst auf den vier Plätzen am Neuheimer Weg weiter Tennis gespielt werden. Auch das beliebte „Hexenfeuer“ des Tennisvereins wird es nun mindestens noch einmal geben, nämlich am 30. April.

Von Kathrin Burghardt

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