Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Gräfendorfer Spritzenverband hat neuen Chef

Toni Möhle führt Historien-Verband Gräfendorfer Spritzenverband hat neuen Chef

Wenn dicke Rauchschwaden durchs Dorf ziehen, kommt zum Glück meist die Feuerwehr. Nur in Gräfendorf sollte man sich da nicht so sicher sein. Denn die Jungs vom örtlichen Spritzenverband brauchen, zumindest bei ihren Spaßauftritten, meist etwas länger. Neben Gaudi ist die Truppe aber auch für ernsthafte Dinge zu haben. Nun hat der Verein einen neuen Chef.

Voriger Artikel
Neue Glocke wird in Karlsruhe gegossen
Nächster Artikel
Eine Diebestour und ein ungeschicktes Finale

Besser als Lotto: Sechs aus 40. An diesem Wochenende traf sich das Team zum Trainingsauftakt.

Quelle: Klemens

Gräfendorf. Das Alte bewahren und ehren und mit moderner Technik den Gefahren wehren – auf kaum eine Truppe passt dieses Motto so gut, wie zu den Kameradinnen und Kameraden der Gräfendorfer Feuerwehr. Neben einer aktiven Einsatzwehr und vorzeigbaren Wettkampfteams verfügt die Wehr über eine Historienabteilung, die sich nicht nur um den Erhalt betagter Löschtechnik kümmert, sondern mit lustigen Schauvorführungen auch dem Schabernack nicht abgeneigt ist. Seit genau einer Woche hat die „Alte Spritze“ nun eine neue Spitze. Ortswehrführer Toni Möhle führt nun auch im Spritzenverband die Regie und ist nach Vereinsgründer Jörn Winter und Friedhelm Sasse somit der dritte Vereinschef.

„Ich schaffe es einfach nicht mehr, Familie, Arbeit und Feuerwehr unter einen Hut zu bringen und jedes Wochenende nach Gräfendorf zu kommen“, begründet Winter, der zwar aus Gräfendorf stammt, aber seit Jahren in Frankfurt/Oder lebt, seinen Rücktritt. Fünf Jahre hatte Sasse den Spritzenverband geleitet und war vor drei Jahren aus Altersgründen zurückgetreten, so dass Jörn Winter zum zweiten Mal Chef wurde. Winter will aber trotzdem der Wehr die Treue halten und Teil des erfolgreichen Wettkampfteams bleiben.

Vor wenigen Wochen feierte der im Februar 2006 gegründete Feuerwehrverein sein zehnjähriges Bestehen. Großes Aufheben wurde darum nicht gemacht. 18 der insgesamt 40 Feuerwehrfrauen und -männer sind zugleich Mitglied im Verein. Das was sie tun, betrachten sie als Selbstverständlichkeit und betreiben es auch als privates Vergnügen. Wer schon einmal einen Auftritt der historischen Feuerwehrtruppe erleben konnte, der hat davon sicher einen lebendigen Eindruck bekommen.

Das Musketier-Motto „Einer für alle, alle für einen“ haben sich die Gräfendorfer zum Leitspruch erwählt. Dabei denken sie nicht nur an die eigene Truppe, sondern ans ganze Dorf. Ohne ihr Engagement wären größere Feste und sportliche Feuerwehrveranstaltungen nicht denkbar. Der von ihnen vor zehn Jahren ins Leben gerufene Nachtpokal ist inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und lockt jährlich mehr als 30 Teams aus Nah und Fern auf den Gräfendorfer Sportplatz. „Mittlerweile haben wir sogar Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“, sagt sich Toni Möhle. Auch viele Wehren aus der unmittelbaren Nachbardörfern sind beim Nachtpokal regelmäßig zur Stelle. Neben sportlichem Ehrgeiz ist das Erleben der Gemeinschaft dabei mindestens ebenso wichtig. Der legendäre Gemeinschaftssinn der Feuerwehrkameraden wird in dieser Nacht, die auch nach Wettkampfschluss und Siegerehrung noch lange nicht zu Ende ist, besonders erlebbar.

„Einmal im Jahr laden wir Helfer und Sponsoren zum Grillen ein, um Danke zu sagen“, erzählt Möhle. Denn die Gräfendorfer wissen schon lange, was sie an ihrer Wehr und dem Spritzenverband haben und lassen sich ihrerseits nicht lange bitten, wenn die Floriansjünger selber mal Hilfe benötigen.

Jüngstes Beispiel für das Agieren des Vereins zugunsten des Dorfes ist die Unterstützung beim Bau eines neuen Kinderspielplatzes, für den 1000 Euro aus der Vereinskasse zur Verfügung gestellt wurden. Auf der Suche nach Sponsoren hatten mehrere Eltern beim Spritzenverband um Hilfe gebeten, da die von der Gemeinde locker gemachten 5000 Euro nicht ausreichten. „Unsere Mitglieder haben sich in einer ausführlichen Beratung dann einstimmig dazu entschieden, den Spielplatzbau zu unterstützen“, sagt Möhle. Auch beim Aufbau der Geräte im vergangenen Jahr haben die Feuerwehrleute kräftig mit zugepackt.

Am vergangenen Wochenende traf sich das Wettkampfteam zum ersten Training nach der Winterpause. Nichts Geringeres als den Kreismeistertitel bei den Frauen, die Bestzeit von 24,12 Sekunden bei den Männern und den Gemeindemeistertitel bei der Jugend haben sie zu verteidigen.

Von Uwe Klemens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Jüterbog
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg