Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Jüterbog Seinen ersten Einsatz wird er nie vergessen
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Seinen ersten Einsatz wird er nie vergessen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:13 02.08.2018
Quelle: Victoria Barnack

Als Zehnjähriger ist Preuß in die Wehr eingetreten. Sein Großvater wohnte damals gegenüber der Wache. „Ich war fasziniert“, sagt der 31-Jährige. „Immer, wenn die Sirene ging, habe ich von dort beobachtet, was die Feuerwehrmänner machen.“

Der Zeitaufwand ist immens

Spannend und abwechslungsreich habe er sich diesen ehrenamtlichen Job vorgestellt – und so empfindet er ihn heute auch. „Jeder Einsatz ist anders“, sagt er, „das macht es so interessant.“ Was Preuß als Kind nicht ahnte, war der immense Zeitaufwand, der hinter seiner Leidenschaft stecken würde. „Weil ich noch keine Familie habe, geht das“, erzählt er.

Anstrengend sei es vor allem, wenn der Alarm ihn aus dem Schlaf reißt. Warum tut er sich den Stress trotzdem an? „Man bekommt viel zurück“, sagt Preuß, „in der Kameradschaft und durch die Anerkennung von den Leuten.“

Das sind die Helden des Sommers

Knapp 38.000 freiwillige Feuerwehrleute sind in der Mark im Einsatz – in diesen Tagen wegen der schweren Waldbrände viele von ihnen sogar nahezu täglich. Wie geht es Ihnen damit? Was treibt sie an? Die MAZ stellt sechs von ihnen vor.

• Seinen ersten großen Einsatz wird er nie vergessen: Robert Preuß, Freiwillige Feuerwehr Jüterbog

• Sie fährt auf bis zu 80 Einsätze im Jahr: Cindy Horn, Freiwillige Feuerwehr Nauen

• Das Haus ihrer Familie brannte aus: Nicole Schlecht, Freiwillige Feuerwehr Fichtenwalde

Christoph Böhrnsen

Sebastian Klamt

• Seine Familie kommt oft zu kurz: Marcel Herzberg, Freiwillige Feuerwehr Kremmen

Von Victoria Barnack

Drei Brände in vier Stunden können kein Zufall sein. In Jüterbog vermutet die Polizei Brandstifter hinter drei gelegten Feuern in der Nacht zum Mittwoch. Der Verdacht ist in der Kleinstadt leider nicht neu.

01.08.2018

Erneut wurden Feuerwehren wegen eines Brandes auf dem alten Schießplatz Jüterbog alarmiert. Es gab schnell Entwarnung: Es droht kein neuer Großbrand. Eine Wurzel stand in Flammen, konnte schnell gelöscht werden.

31.07.2018

Den Namen „Brandberg“ trägt der Hügel auf dem alten Schießplatz zurecht, auch der jüngste, am Ende 250 Hektar große Brand nahm hier seinen Anfang. Auch nach dem Löschen bleiben die Kameraden wachsam.

30.07.2018