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Jüterbog Jubelkonfirmation in der Liebfrauenkirche
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20:11 28.10.2018
Die Jubelkonfirmanden in der Liebfrauenkirche. Quelle: Katja Schubert
Jüterbog

In der Liebfrauenkirche in Jüterbog wurde am Sonntag ein besonderer Gottesdienst gehalten. Insgesamt 31 Konfirmanden der Jahre 1956 bis 1958 und 1966 bis 1968 fanden sich zur Jubelkonfirmation zusammen, um erneut den Segen der Kirche zu erhalten.

Es brauchte Mut

„Sie waren damals gerade 14 Jahre alt, hatten das ganze Leben noch vor sich. Heute sind die meisten von ihnen bereits im Ruhestand“, sagt Pfarrerin Mechthild Falk zur Begrüßung. „Viele von Ihnen haben ihre Kindheit im Zweiten Weltkrieg und der schweren Nachkriegszeit verbracht, in einem erklärt atheistischen Staat“, sagte die Pfarrerin weiter. „Sich in dieser Zeit taufen zu lassen war ein sehr deutliches Bekenntnis zur Kirche und brachte oft auch Nachteile mit sich. Dazu brauchte es Mut“, so Falk.

Erinnerung an vergangene Zeiten

Alle drei Jahre veranstaltet die Jüterboger Nikolaigemeinde den außerordentlichen Gottesdienst für ehemalige Konfirmanden. In diesem Jahr meldeten sich laut Falk besonders viele für die Zeremonie an. Die beinhaltet neben dem traditionellen Fürbittengebet, dem Abendmahl und der Segnung auch eine kurze Lesung des 76-jährigen Jubelkonfirmanden Günter Panse. Der gebürtige Jüterboger wurde 1957 in der Nikolaikirche konfirmiert und engagiert sich seitdem aktiv für die Kirchengemeinde. Er erinnerte in seiner Rede an vergangene Zeiten, seine damalige Konfirmation und all das, was sich in den Jahren danach verändert hat.

Ein großartiger Tag

„Es war ein großartiger Tag. Erst gestern hatten wir unser Klassentreffen. Ich habe mich insbesondere über das poetische Grußwort meines Mitkonfirmanden Panse gefreut; er hat das Gefühl mit seinen Gedanken sehr gut getroffen“, sagte Hans Stege. Der gebürtige 77-jährige Pole vollzog sein christliches Initiationsritual 1956 in der Jüterboger Mönchenkirche. Gemeinsam mit seiner 75-jährigen Frau Hella reiste er aus Radebeul an, um dem Zeremoniell beizuwohnen. „Es ist ein besonderes Ereignis, und wir sind ausgesprochen dankbar, dass wir heute hier sein durften“, sagte Hella Stege. „Pfarrerin Falk hat die Feier äußerst angenehm gestaltet. Trotz der verschiedenen Schicksale konnte sich jeder darin wiederfinden“, so Hella Stege weiter.

Verbindung zu Gott nicht verlieren

Besonderen Wert legte Pfarrerin Falk darauf, dass die Jubelkonfirmanden im Laufe der Zeit ihren Glauben und die Verbindung zu Gott nicht verlieren und ihre eigenen Erfahrungen an nächste Generationen weitergeben sollten. „Ich habe heute viele treue Kirchengesichter wiedererkannt. Das verlieh dem Gottesdienst eine gewisse Innigkeit“, sagte sie. Musikalisch wurde die Feier von Blechbläsern und einem Organisten begleitet. Auch Flüchtlinge aus dem Iran waren dabei, um Eindrücke für ihren bevorstehenden Taufunterricht zu sammeln. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Jubilare zum Kaffeetrinken, bei dem Fotos und Erinnerungen ausgetauscht wurden.

Von Katja Schubert

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