Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Jüterbog Anglerverein stellt sich neu auf
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Anglerverein stellt sich neu auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 20.03.2019
Die Mitglieder des Jüterboger Angler-Ortsvereins beim Einbau der Sauerstoffpumpe im Rohrteich. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

Trotz Schmuddelwetter trafen sich die Mitglieder des Angler-Ortsvereins Jüterbog am Sonnabendnachmittag zum gemeinsamen Arbeitseinsatz am Rohrteich. Ihre Mission: Die Wasserqualität weiter verbessern und das akute Fischsterben verhindern.

Dabei helfen soll eine solarbetriebene Pumpe,die vom Kreisanglerverband Teltow-Fläming gesponsort wurde. Schon 2015 hatten die Jüterboger Angler ein solches Gerät im Rohrteich platziert, um diesen vor dem Umkippen zu bewahren (die MAZ berichtete). Die Maßnahme war damals als Pilotprojekt umgesetzt worden. Inzwischen sind die Jüterboger Angler von der positiven Wirkung überzeugt.

Behrendt neuer Vereinsvorsitzender

„Wenn man gar nichts machen würde, würde es gar keinen Sauerstoffeintrag mehr geben“, lautet das ernüchternde Fazit von Berd Behrendt. Der 53-Jährige wurde erst am Freitag zum neuen Vorsitzenden des Angler-Ortsvereins Jüterbog gewählt. Sein Vorgänger Uwe Adler macht als Sportwart weiter.

Der im März neu gewählte Vorstand des Jüterboger Anglervereins. Quelle: Isabelle Richter

Darüber hinaus waren während der Mitgliederversammlung Norman Wahn (stellvertretender Vorsitzender), Roland Stierand (Schatzmeister), Martina Behrendt (Schriftwart) Thomas Stier (Gewässerwart), Günther Lehmann (Gerätewart), Mario Dentler (Jugendwart) sowie Bernd Schütte und Steven Niendorf (1. und 2. Kassenprüfer) in den Vorstand gewählt worden. Mit dem Einbau der zweiten Sauerstoffpumpe konnten sie am Samstag ein erstes Ergebnis in neuer Funktion vorweisen.

Fischsterben kann verringert werden

Durch das zweite Gerät erhoffen sich die Angler weitere Erfolge. Immerhin war das Urteil der noch vor vier Jahren ziemlich vernichtend. Damals hieß es, der Teich könne nur noch ausgebaggert werden. Mit den Pumpen könne jetzt zumindest die schnelle Vermehrung der Blutregenalge in Zaum gehalten und das Fischsterben verringert werden.

Doch allein auf die Technik können sich die Angler nicht verlassen. Bei regelmäßigen Pflegeaktionen müssen sie auch selbst mit anpacken. Helfende Hände werden dabei immer gebraucht. Laut Berd Behrendt hat der Anglerortsverein Jüterbog davon aktuell aber noch zu wenig. Vor allem im Nachwuchsbereich wünschen sich die Angler mehr Interessenten. Beim diesjährigen Stadtsportfest im Sommer wollen sich die Vereinsmitglieder deshalb erstmals mit einer eigenen Station vorstellen und Kinder- und Jugendliche für das Fischen begeistern.

Zahl der Aufseher verdoppelt

Darüber hinaus setzt der neue Vorstand auf verstärkte Kontrollen. Berd Behrendt: „Seit letzter Woche arbeiten wir in Jüterbog mit vier Fischereiausfsehern.“ Vorher seien nur zwei Aufseher für alle Gewässer im Vereinsgebiet zuständig gewesen.

Thomas Stier ist einer dieser Aufseher. Er erklärt: „Wir schauen, dass alles ordentlich und sicher ist und ob die Bestimmungen eingehalten werden.“ Vor allem werden Angler auf Angelpapiere kontrolliert.

Das größte Problem sei aber immer noch die Sauberkeit. Auch wenn es die Leute nur gut meinen, wenn sie Schwäne füttern wollen – das säckeweise Abladen von Brot verursache großen Schaden. „Es lockt Ungeziefer an. Wir hatten schon eine richtige Rattenplage“, berichtet Thomas Stier. Er bittet deshalb darum die Fütterung zu unterlassen. „Mal eine Scheibe Brot ist ja ok, aber nicht in diesen übertriebenen Maßen“, so Stier.  

Von Isabelle Richter

Je mehr Häuser im mittelalterlichen Zentrum von Jüterbog saniert sind, desto mehr stechen die übrig gebliebenen Ruinen ins Auge. Anstatt sie abzureißen, muss die Stadt sie auf eigene Kosten sichern.

14.03.2019

Jüterbogs Kämmerer lehnte im Wirtschaftsförderungsausschuss Mehrausgaben für das Stadtmarketing kategorisch ab und warnte vor einem weiteren Wachstum der Stadt. Der Bürgermeister gibt ihm Recht.

14.03.2019

Nach dem Brand der Asbestbaracke auf dem Gelände der Schollschule wurde am Mittwochnachmittag der erste Spatenstich für einen Ersatzneubau gesetzt. Der erfüllt aber ganz andere Zwecke als der Altbau.

14.03.2019