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Jüterbog Neue Funde im dritten Teilabschnitt der B102
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18:34 27.11.2018
Grabungsarbeiter auf der B102-Baustelle in Jüterbog. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

Anfang November haben die Bauarbeiten im dritten Teilabschnitt für die Sanierung der Bundesstraße 102 in Jüterbog begonnen. Seit dem 7. November sind die Archäologin Katharina Rothe sowie sieben Grabungsmitarbeiter vor Ort im Einsatz. Die erste Bodenschicht wurde von den Bauleuten bereits grob mit dem Bagger abgetragen. Schon dort kamen erste Funde zum Vorschein, weshalb die Grabungsmitarbeiter aktuell mit dem Feinputz beschäftigt sind. Unter den Funden ist erneut der alte Kiesweg, der bereits im vorigen Teilabschnitt in der Großen Straße entdeckt worden war. Er wird momentan stellenweise freigelegt, um feststellen zu können, wie weit er reicht. Auch die Erdkeller könnten sich in dem 75 Meter langen Bauabschnitt weiter fortsetzen. Dies seien bisher allerdings „nur Vermutungen“, so Katharina Rothe. Zur Bestätigung sollen im nächsten Schritt tiefere Grabungen folgen und vereinzelt Profile erstellt werden.

Geweihe und Tierknochen geben Hinweise  

Was allerdings schon jetzt deutlich zu sehen ist, sind fünf hölzerne Wasserleitungen. Sie tauchten im aktuellen Teilabschnitt zum ersten Mal auf. Auch wenn sie schätzungsweise erst aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammen und demnach nicht so alt sind, wie der mittelalterliche Kiesweg und die Erdkeller, erklärt Katharina Rothe dazu: „Die Leitungen sind in dem Fall schon besonders, weil sie hier bisher noch gar nicht vorkamen.“ Des Weiteren geben erkennbare Quer- und Längsbalken im Kreuzungsbereich Markt und Pferdestraße Hinweise auf alte Marktbuden. Verschiedene Tierknochen und Geweihe, die am Ende des Teilabschnittes kurz vor der Kohlhasengasse auf einem Haufen gefunden wurden, könnten das bestätigen.

Archäologen finden hölzerne Wasserleitung aus dem 18. oder 19. Jahrhundert bei Grabungsarbeiten au der Baustelle B102 in Jüterbog. Quelle: Isabelle Richter

Wann die Arbeiten abgeschlossen sind, konnte Katharina Rothe am Dienstag noch nicht genau sagen. Dies hänge davon ab, wie die weiteren Grabungen verlaufen. Auch das Wetter spielt dabei eine Rolle. „Wir können nur auf gutes Wetter hoffen“, so die Archäologin. Bei Frost bis zu fünf Zentimeter Bodentiefe oder Schnee gäbe es noch keine Probleme. Regengüsse könnten jedoch Pfützen bilden und die Arbeiten der Archäologen verzögern.

Bisher läge man aber noch im Zeitplan. Über ihr Team berichtet Katharina Rothe: „Es sind gute Leute dabei, die super schnell sind.“ Die Grabungsmitarbeiter seinen ebenfalls dazu in der Lage, Vermessungen durchzuführen und Zeichnungen anzufertigen, damit die Arbeiten so schnell wie möglich abgeschlossen werden können. „In der nächsten Woche wird auch noch mal aufgestockt“, so die Archäologin zum personellen Stand.

Interesse der Einwohner ist groß

Bis die Bauleute anrücken können, braucht es jedoch noch etwas Geduld. Bauleiter Rene Kiepisch erklärt: „Wir können momentan auch nur auf die Freigabe der Archäologen warten. Angesetzt waren drei Wochen. Da sind wir jetzt schon ein bisschen drüber.“ Eine genaue Aussage zum Zeitplan könne der Bauleiter deshalb frühestens Ende der Woche machen. Ziel sei es aber, zumindest die Gehwege auf der nördlichen Seite des Straßenbereichs bis zum Jahresende fertigzustellen.

Interessierte Jüterboger haben also noch ein wenig Zeit zum Gucken. Das Interesse der Einwohner ist groß, weiß auch Katharina Rothe. Die Frage, ob sie und ihr Team schon auf einen Schatz gestoßen sind, hört die Archäologin oft. Gern gibt sie direkt vor Ort Auskunft über den aktuellen Stand. „Einen richtigen Schatz haben wir in dem Sinne noch nicht gefunden, aber man kann auf jeden Fall sagen, dass Jüterbog schon eine ganze Weile besiedelt ist“, so die Archäologin.

Von Isabelle Richter

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