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Jüterbog Was vom Reformationsjubiläum in Jüterbog blieb
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22:31 31.10.2018
Jüterbog ist als einer von acht Orten seit 2016 Teil des Luther-Passes. Die Sammelaktion hat bereits weit über 1200 Gäste in die Stadt gelockt. Quelle: Victoria Barnack
Jüterbog

Ein Jahr lang ist das große Reformationsjubiläum nun vorbei. Präsent ist der 500. Jahrestag in Jüterbog aber weiterhin. Zum Reformationstag boten das Museum im Mönchenkloster und die Stadtinformation deshalb noch einmal Themenführungen an. Denn die Nachfrage nach Martin Luther und seinen Widersacher Johann Tetzel ist auch zwölf Monate nach dem Fest spürbar. „Das Reformationsjubiläum von 2017 lockt bis heute Gäste in die Stadt und in das Museum“, bestätigt der Leiter des Stadtmuseums, Norbert Jannek.

Gleich zwei Führungen durch das Museum im Mönchenkloster wurden am Mittwochnachmittag angeboten. „Wie viele Besucher kommen, ist immer schwer voraus zu schätzen“, sagt Jannek, der zum Reformationstag einen guten Zulauf verzeichnen konnte.

Museumsleiter Norbert Jannek führte Besucher am Reformationstag durch die Dauerausstellung im Mönchenkloster. Quelle: Victoria Barnack

In den Räumen ist derzeit die neu gestaltete Ausstellung „Tetzel – Ablass – Fegefeuer“ zu sehen. Seit über einem Jahr reiht sich eine Reformationsschau an die nächste – auch das ist ein Zeichen für den Zuspruch, die Jüterbog dank des Themenjahres verzeichnet. Rund ein Dutzend Gäste folgten der Einladung, darunter vor allem Besucher, die aus anderen Bundesländern gekommen waren.

Luther-Pass lockte mindestens 1200 Gäste an

Dass das Jubiläum um den berühmten Reformator aus Wittenberg viele Touristen nach Jüterbog gelockt hat – und es bis heute tut – zeigt auch der Luther-Pass. 2016 wurde der Wegbegleiter für die Reise auf den Spuren des Reformators und seiner Zeitgenossen vom Landkreis Elbe-Elster herausgebracht. Er funktioniert wie ein Reisepass mit historischen und touristischen Informationen. Jüterbog ist einer von acht Stempelorten, an die gepilgert werden soll.

Der Luther-Pass war in der Jüterbog Stadtinformation bereits mehrmals komplett vergriffen. Quelle: Victoria Barnack

„Alle Auflagen von 2016, 2017 und 2018 sind vergriffen“, sagt die Marketingkoordinatorin des Kreises Elbe-Elster, Janine Kauk. Wie viele Gäste als Stempelsammler nach Jüterbog kommen, wird nicht gezählt. Doch auch in der hiesigen Ausgabestelle waren die Pässe bereits mehrmals komplett vergriffen. „In 2017 haben wir 1200 ausgefüllte Gewinnkarten zurück erhalten“, sagt Kauk. „Das heißt, nachweisbar haben 1200 Besucher alle acht Orte in so kurzer Zeit besucht.“ Für das erste Jahr der kreis- und länderübergreifenden Aktion sei das ein beachtliches Resümee.

Stadtführer Falk Kubitza zeigte Besuchern am Reformationstag Jüterbog als Ablasshändler Johann Tetzel. Quelle: Victoria Barnack

„Die Sammelaktion nach dem Vorbild von Rabattcoupons funktioniert in Jüterbog sehr gut“, berichtet Norbert Jannek. „Sie weckt den Ehrgeiz der Besucher. Wer erstmal einen Stempel gesammelt und gemerkt hat, dass das Thema Reformation interessant ist, der will auch die anderen Orte besuchen.“ Der Zuspruch im Museum und der Touristinfo ist groß, zumindest gefühlt. „Auch ein Jahr nach dem Jubiläum kommen Besucher mit Luther-Pässen und wollen einen Stempel haben“, sagt Jannek.

Von Victoria Barnack

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