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Jüterbog Bahnhof zeigt sich von seiner besten Seite
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Bahnhof zeigt sich von seiner besten Seite
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17:16 13.02.2019
Der Lack ist fast ab: Die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses posieren mit „Jutta“, der „Güterlok aus Jüterbog“ am Jüterboger Bahnhof. Quelle: fotos: Hartmut F. Reck (2)
Jüterbog

Zehn Jahre sind ein guter Zeitpunkt, um einmal Bilanz zu ziehen. Das dachte sich der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingausschuss und schaute sich am Dienstagabend vor seiner Sitzung im Rathaus erst einmal am Bahnhof um. Denn 2009 entstand die Idee einer Sicherheitspartnerschaft für den Bahnhofsbereich. Dieser galt damals als Ort des Grauens: Dreck, Graffiti, Gewalt und Vandalismus beherrschten das Umfeld. Also wurde 2010 ein Vertrag für eine Ordnungs- und Sicherheitspartnerschaft mit Bahn, Ordnungsamt, Bundes- und Landespolizei unterzeichnet. Ziel war es, Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung langfristig wiederherzustellen.

Verstärkte Kontrollen

Dies geschah mit einer Fülle von Maßnahmen wie verstärkte Kontrollen und konsequente Ahndung. Nur eine Videoüberwachung konnte nicht durchgesetzt werden.

Die Fahrraddiebstähle gingen dank der Fahrradwache stark zurück, die Täter wurden gefasst, der Wachdienst sorgt für eine tägliche Bestreifung. Auch die Beschädigungen von parkenden Autos haben deutlich abgenommen. Graffiti wurden gleich entfernt und die Bahn macht jährlich ihren Frühjahrsputz.

Hell erleuchteter Parkplatz

Der scheint kurz vor dem Vor-Ort-Termin des Ausschusses stattgefunden zu haben. Jedenfalls zeigte sich der Ausschussvorsitzende Hendrik Papenroth (FJB) am Dienstagabend hoch zufrieden, auch wenn Vertreter der Polizei und der Bahn verhindert waren. Schon allein, dass neue LED-Scheinwerfer die Bushaltestellen und den Parkplatz gerade hell erleuchteten, als die Dämmerung einsetzte, erfreute Papenroth. Einige Mitglieder seines Ausschusses bemängelten zwar die fehlenden rückwärtigen Scheiben an den Wartehäuschen für die Buspassagiere, aber das zu reparieren sei Sache der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF), hieß es.

Nur noch wenig Straftaten

„Die Straftaten sind inzwischen verschwindend gering“, bemerkte Rechts- und Ordnungsamtsleiter Joachim Wasmansdorff am Rande des Bahnhofsbesuchs, „die Vorfälle liegen im einstelligen Bereich.“

Bei manchen damals getroffenen Verschönerungsmaßnahmen ist inzwischen der Lack schon wieder ab, wie bei „Jutta“, der niedlichen hölzernen „Güterlok von Jüterbog“ von Sik-Holz, der obendrein ständig die Brille geklaut wird, oder der Lack ist stumpf und ausgeblichen wie bei den einst knallroten Info-Säulen.

Säulen werden „aufgehübscht“

„Die Säulen sollen inhaltlich überarbeitet und optisch aufgehübscht werden“, berichtet Bürgermeister Arne Raue (parteilos), „das ist schon beauftragt worden.“

Beim Gang in Richtung Bahnhofstunnel greift sich Stadtverordnetenvorsitzender Falk Kubiza (SPD) eine herumstehende leere Bierflasche und entsorgt sie unter Verzicht auf das Pfandgeld in einem Papierkorb. „Ordnung muss sein“, sagt er dazu.

Am Ende des Bahnhofstunnels sieht es leider nicht so doll aus. Quelle: Hartmut F. Reck

Der hell gekachelte Bahnhofstunnel selber wirkt halbwegs sauber. Nur am Ende des Tunnels stören alte Graffiti über den gemalten Stadtansichten.

Die Gleise wirken dagegen sauber und ordentlich wie auch deren Schaukästen mit den Ankunfts- und Abfahrtzeiten. Zu reparierende Stellen an den Gleiskanten haben Bahnmitarbeiter farblich markiert.

Von Hartmut F. Reck

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