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Jüterbog Orgel- und Filmabend in der Jacobikirche
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Orgel- und Filmabend in der Jacobikirche
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19:03 05.07.2018
Filmabend in der Jüterboger Jacobikirche Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Zum lauschigen Filmabend eingeladen hatte am Mittwoch die Jüterboger Jacobi-Gemeinde in ihr Gotteshaus auf dem Neumarkt. Nach angeregter Plauderei unter schattigen Bäumen entführte Fabian Blöchl, der seit zwei Jahren auf dem Neumarkt wohnt und zur Kirchgemeinde gehört, die Gäste zu einer Tour nach Russland.

Verliebt in Land und Leute

42 Tage lang ist der aus Finsterwalde stammende Diplom-Agrarökonom von Deutschland per Anhalter, zu Fuß und manchmal auch mit dem Linienbus nach Moskau gereist. Eine Begleiterin hielt seine Begegnungen und Gespräche mit den Menschen, denen er auf seiner Tour begegnete, mit der Filmkamera fest. Der so entstandene, etwa halbstündige Streifen ist ein eindrucksvolles Zeugnis, wie einfach das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen sein kann.

„Angefangen hat alles mit einem Schüleraustausch nach Moskau, bei dem ich mich ins Land und in die Menschen dort verliebt habe“, erzählt Blöchl. Der Wunsch, in Moskau zu studieren, war deshalb kein Zufall. Als sich nach der Krim-Annexion die Sicherheitslage für Ausländer zuspitzte, brach der angehende Ökonom seinen Aufenthalt ab, um sein Studium an der Berliner Humboldt-Uni fortzusetzen. Mit dem Gedanken „Das kann jetzt nicht alles gewesen sein“, entschloss er sich wenig später zu seiner Russland-Tour, die er mit Hilfe von Spenden finanzierte. Während einer Rüstzeit seiner Gemeinde kam der Vorschlag, den Film in Jüterbog zu zeigen.

Stummfilm-Klassiker „Salome“

Ein filmisches Experiment ganz anderer Art präsentierte im Anschluss Kreiskantor Peter-Michael Seifried, der seit langem Geschmack an Stummfilm-Klassikern gefunden hat und deren Dramatik mit der Orgel gekonnt untermalt. Den 1923 in den USA nach einer literarischen Vorlage von Oscar Wilde gedrehten Streifen „Salome“ hatte er diesmal ausgesucht.

„Es ist eine ziemlich merkwürdige Geschichte um die Stieftochter Herodes, die eigentlich bereits in der Bibel beschrieben ist, aber die kaum jemand kennt, weil man meist nicht so weit kommt“, sagt Seifried. Zumindest diese biblische Wissenslücke hat dieser Abend nun geschlossen.

Von Uwe Klemens

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