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Jüterbog Ein Weihnachtsbaum geht auf Reisen
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Ein Weihnachtsbaum geht auf Reisen
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18:23 28.11.2018
Was nicht passt, wird passend gemacht, wenn’s sein muss, auch mit der Kettensäge, denn der Weihnachtsbaum muss nun mal ins Loch, damit er sicher steht. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Jetzt kann es Weihnachten werden. Unter Anteilnahme zahlreicher Zuschauer wurde gestern morgen vor dem Jüterboger Rathaus für das nahende Fest der passende Baum aufgestellt. Bereits vor gut einem Jahr hatten seine Besitzer Gundula und Heinz Schulze das Gewächs als Weihnachtsbaum angeboten. Ein Jahr hatten sie Zeit, von der von ihnen und ihren Kindern vor 33 gepflanzten Blautanne Abschied zu nehmen.

Einer der letzten seiner Art

Gestern um 7.30 Uhr war es dann soweit. Für Kranführer Bernd Lewerenz von der Beelitzer BMK-Niederlassung war es in diesem Jahr bereits der vierte Weihnachtsbaum, den er an seinen Haken nehmen konnte. Etwa 20 Minuten dauerten die Vorbereitungen, bevor Bauhof-Elektriker Hartmut Schwocht am oberen Ende des zirka 15 Meter langen Baumes das Seil angebracht hatte. Zwei Minuten später war der 47 Zentimeter starke Stamm mit der Motorsäge durchtrennt. Mit gemischten Gefühlen verfolgten Schulzes und einige Nachbarn das Verladen. „Vor wenigen Jahren standen hier in der Werderschen Siedlung noch viele solch große Bäume in den Vorgärten – nun ist unser Baum einer der letzten, die verschwinden“, lautete der Kommentar von Heinz Schulze.

Transport war echte Herausforderung

Das Verschnüren im Container und der Transport des 1,9 Tonnen wiegenden Weihnachtsbaumes quer durch die Stadt bis zum Markt, vorbei am Gegenverkehr und parkenden Autos, war eine Herausforderung und dauerte knapp eine Stunde. Wie schon in den Vorjahren, hatte die Jüterboger Firma Neumann-Transporte kostenlos ein Containerfahrzeug samt Fahrer zur Verfügung gestellt. Dass der Baum auf dem Weg zu seiner letzten Bestimmung möglichst wenig Äste einbüßt, war die Vorgabe.

Das Nadelöhr auf dem Weg zum Markt war die Straße Wursthof, in der die auslandenden Äste auf beiden Seiten fast die Hauswand berührten. Dass etliche Rad- und Autofahrer Gefahr und Absperrposten ignorierten und sich durch die verbleibenden Lücken zwängten, quittierten die Helfer mit einem Kopfschütteln.

Neugierige warteten aufs Schauspiel

Rings um den Markt hatten sich mittlerweile zahlreiche Schaulustige eingefunden. „Wir haben wegen des Weihnachtsbaums unseren Sport ausfallen lassen, denn den großen Kran und den Weihnachtsbaum aus nächster Nähe zu sehen, konnten wir uns nicht entgehen lassen“, sagte Erzieherin Simone Berger, die mit ihrer Gruppe aus der Kita „Struppi“ gekommen war.

Kurz nach 9.30 Uhr war es geschafft und der im Bodenloch versenkte Baum stand ohne Sicherungsseil sicher und fest. Das Anbringen der Lichterkette erfolgt am Freitag. Auf weiteren Baumschmuck verzichtet die Stadt wegen Vandalismus bereits seit Jahren.

Welcher Baum im nächsten Jahr den Markt schmücken wird, steht noch nicht fest. „Wir haben noch keinen und hoffen, dass sich noch ein Spender meldet“, sagte Bauhof-Chef Heiko Ratsch.

Von Uwe Klemens

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