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Jüterbog Jugendclub Jüterbog II erhält einen Neubau
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19:46 28.02.2019
Der Jugendclub in Jüterbog II soll nach 40 Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Quelle: foto: Peter Degener
Jüterbog

Zu einer heftigen Diskussion kam es am Mittwochabend in der Jüterboger Stadtverordnetenversammlung (SVV), obwohl fast alle eigentlich dasselbe wollten: einen besseren Jugendclub in Jüterbog II. Seit 2015 befindet er sich in der Förderkulisse des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“. Bei den vorgesehenen Maßnahmen des dafür vorgelegten Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) „steht der Jugendclub ganz oben auf der Liste“, sagte Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. Insofern war die bisher vorgesehen Sanierung des Jugendclubs schon beschlossene Sache. Nun ging es darum, den Treffpunkt gleich ganz neu zu bauen.

Neubau so teuer wie Sanierung

Eine Machbarkeitsstudie aus dem vergangenen Jahr hat nämlich ergeben, dass eine Sanierung nur rund 27.000 Euro günstiger wäre (1.231.000 Euro) als die Gesamtkosten für einen Neubau und den Abbruch des Altbaus (1.258.000 Euro). Der kommunale Eigenanteil läge bei 336.138 Euro, den die Stadt nun noch durch ein zusätzliches Förderprogramm aus dem so genannten Investitionspakt auf 105.040 Euro senken könnte. Der Förderantrag, so erläuterte Kira Wenngatz, müsse bis Mitte April gestellt werden.

Soziale Stadt“ soll sich entwickeln

Der Bau- und Sanierungsausschuss hatte sich schon zwei Wochen zuvor einstimmig bei einer Enthaltung für den Neubau ausgesprochen, berichtete dessen Vorsitzender Eberhard Mertens (BV). Aufgrund der nahezu gleichen Kosten für einen Neubau gebe es keinen Grund, an der Sanierung festzuhalten zumal die Bausubstanz schlecht, eine barrierefreie Sanierung fast unmöglich seien, und die räumlichen Bedürfnisse selbst bei einem Umbau nicht erfüllt werden könnten. „Den Neubau in der Innenstadt zu errichten, kriegen wir nicht gefördert“, betonte Mertens, „außerdem wollen wir ja, dass sich die ,Soziale Stadt’ in Jüterbog II entwickelt.“

Klares Bekenntnis für Jüterbog II

Als Vorsitzende des Sozialausschusses zeigte sich Maritta Böttcher (Linke) darüber befremdet: „Wir wussten gar nichts davon.“ Weder der Jugendbeirat noch der Sozialausschuss seien einbezogen worden. Dennoch gebe es natürlich ein großes Einverständnis. Auch Erik Stohn (SPD) begrüßte das Vorhaben. Dies sei ein klares Bekenntnis für Jüterbog II. Natürlich müssten die Jugendlichen noch einbezogen werden.

Raue: „Neubau ist alternativlos“

Das würden sie auch, versicherte Bürgermeister Arne Raue (parteilos). „Heute geht es nur um eine Grundsatzentscheidung“, betonte er, nämlich für den Neubau, weil dieser „alternativlos“ sei. „Ich habe keine Lust, hier und jetzt über Gestaltung, Inhalte und Personal zu reden.“ Das komme alles noch später. Es liege also kein Versäumnis der Verwaltung vor. Dann hätte die Beschlussvorlage ja schon dem Sozialausschuss vorliegen können, konterte Maritta Böttcher.

Grundsatzdiskussion vor Grundsatzbeschluss

Doch bevor dieser Grundsatzbeschluss gefasst werden konnte, kam es zu Grundsatzdiskussionen. So wiederholte Alexander Struck (WSJ) seine Kritik an dem Standort, die er schon im Bauausschuss kundgetan hatte. Die Lage sei „mehr als ungünstig“. Die Jugendlichen in der Stadt wüssten nicht, wohin sie sollten. Jüterbog II sei zu weit entfernt. Ein Jugendclub sollte mitten in der Stadt sein, dort wo auch die Schulen sind. „Wenn wir jetzt für eine Million in Jüterbog II einen Prunkbau hinsetzen,“ meinte Struck, „wird nichts für die Innenstadt übrig bleiben und zweimal Personalkosten scheint mir ausgeschlossen.“

Alternative: Schauburg

Als Alternativen schlug er das alte Kino „Schauburg“ vor oder die Linden-Kita, die leergezogen werde. „Das eine muss das andere nicht ausschließen“, meinte der Stadtverordnetenvorsitzende Falk Kubitza (SPD), man wolle aber, dass in Jüterbog II Leben einziehe. Vielleicht könne man ja im 100. Bauhaus-Jahr noch Fördermittel für die Schauburg auftun, so Erik Stohn. Dagegen stellte Peter Hacke (Linke) fest: „Wir haben vor Jahren beschlossen, dass wir uns nur noch einen Jugendclub leisten können. So drehen wir uns immer im Kreise.“

Bei einer Gegenstimme (von Struck) stimmten alle anderen Stadtverordneten für den Neubau.

Von Hartmut F. Reck

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