Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Jüterbog Malen und Töpfern aus Leidenschaft
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Malen und Töpfern aus Leidenschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 15.11.2018
Etwas Unordnung in der Keramik-Werkstatt von Kirsten Nowak ist für ihre Kreativität nicht von Nachteil.
Neuhof

„Land, Hof und Liebe – und das mit einer ’richtigen Familie’ zu erleben, war immer mein Traum“, sagt Kirsten Nowak. Seit 2006 ist die gebürtige Leverkusenerin im Jüterboger Ortsteil Neuhof zu Hause und geniest das Dasein als Mutter von zwei erwachsenen Kindern und vier Nachkömmlingen, sowie als Künstlerin. Die ländliche Idylle um sie herum ist Inspiration und findet sich als das wichtigste Motiv in ihren Bildern und als Schmuck der von ihr dort getöpfterten Gebrauchskeramik wieder.

„Die Ruhe, die ich zum Malen brauche, habe ich als Mutter und Hausfrau derzeit kaum, so dass ich für mich das Töpfern entdeckt habe“, sagt die 49-Jährige, die an einer anthroposophisch orientierten Kunsthochschule in der Nähe von Bonn Malerei und Kunstpädagogik studiert und später auf einem Bauernhof in der Toskana gelebt und als Bäuerin gearbeitet hat. „Eine schöne Zeit, aber irgendwann zog es mich zurück“, blickt Nowak zurück, die später in Dresden und Wachau als alleinerziehende Mutter gelebt hat, den Traum an eine echte Familie mit liebendem Vater und Ehemann aber nicht aufgab. Als sie den Neuhofer Kamillo Nowak kennen lernte, wurde der Traum Wirklichkeit.

„Wenn ich male, brauche ich die Stille um die Farben zu hören“, sagt Nowak. „Beim Töpfern ist das nicht so und Keramik hat mir auch schon immer gefallen“, erläutert sie, weshalb sie das Metier wechselte. Die Grundkenntnisse im Umgang mit frischem Ton, an der Drehscheibe, beim Glasieren und am Brennofen erwarb sie im Töpferkurs und bei Werkstattbesuchen bei anderen Töpfern und sieht sich bis heute als Autodidaktin. „Dass nicht jedes gedrehte Gefäß so exakt geformt ist, stört mich nicht, im Gegenteil, gerade dadurch bekommen die Stücke auch etwas mehr Charakter, was ja die Käufer auch mögen“.

Der aufwendigste Teil beim Fertigen von Tellern, Tassen, Schüsseln, Eierbechern und anderem Geschirr ist das Bemalen. Die floralen Motive und die durchsichtige Glasur darüber bringen die Blüten, Blätter und Girlanden zum Leuchten und sind das Markenzeichen der Neuhoferin. Im alten Konsum auf dem Dorfanger hat sie sich zwischen alten Möbeln einen kleinen Ausstellungsraum eingerichtet, den sie Neugierigen gerne öffnet. „Viele Nachbarn wissen gar nichts davon, dass ich Töpferin bin“, sagt Kirsten Nowak.

Um ihre Ware an den Mann und an die Frau zu bringen, fährt sie regelmäßig zu Handwerks- und Weihnachtsmärkten in der Region, in Sachsen-Anhalt und in Berlin. Als nächste Termine stehen die Weihnachtsmärkte in Glashütte und Ließen in ihrem Kalender, die sie wegen ihrer Atmosphäre besonders mag.

Aufs Flügge-Werden ihrer Kinder freut sich die Künstlerin und Kunsthandwerkerin nicht nur als Mutter. Wenn es im Haus dann etwas ruhiger wird, möchte sie gerne wieder mehr malen und sich als Keramikerin dem Thema Skulpturen zuwenden. Ein paar ihrer Erstlingswerke stehen im alten Konsum bereits in den Regalen.

Von Uwe Klemens

Sattes Gelb an der Fassade, bunte Blumen vor dem Fenster und Jutta mit ihrem Bock vor der Haustür: Familie Müller die Jury überzeugt und die fünfte Auflage des Wettbewerbs „Jüterbog blüht“ gewonnen.

15.11.2018

Mehrere Familien haben bei dem Feuer in einem Altbau ihren kompletten Haushalt verloren. Die Stadt Jüterbog und die MAZ rufen gemeinsam mit dem DRK zu Spenden für die betroffenen Bewohner auf.

15.11.2018

Die Familie von Danny Lutter hat bei dem Großbrand in der Jüterboger Schloßstraße alles verloren. „Was noch im Haus ist, hat entweder das Feuer oder das Löschwasser zerstört“, sagt der Vater – und bittet nun um Spenden.

17.11.2018