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Jüterbog Tourismus-Experten geben Antworten
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Tourismus-Experten geben Antworten
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01:15 09.11.2018
Zahlreiche Fachkundige aus der Tourismusbranche beantworteten den Gästen ihre Fragen. Quelle: Isabelle Richter
Werder

Im Landgasthof Jüterbog im Ortsteil Werder startete am Dienstagvormittag der „Kleine Tourismustag“ des Landkreises Teltow-Fläming. Bereits seit 2015 ist die jährliche Expertenrunde zum Thema Tourismus eine beliebte Tradition, um Gastgeber und Anbieter touristischer Leistungen in der Region darüber aufzuklären, wie sie mit einer guten Idee und den entsprechenden Kontakten erfolgreich zum Ziel kommen. Bis zum Nachmittag fand dazu unter verschiedenen Themenpunkten ein reger Informationsaustausch zwischen allen Teilnehmern statt.

Gästeplus von mehr als 10 Prozent 

Bevor es allerdings an die schwierigen Fragen ging, startete Daniel Sebastian Menzel vom Tourismusverband Fläming den Tag zunächst mit einer positiven Nachricht. Der Geschäftsführer hatte ein paar aktuelle Zahlen mitgebracht. Demnach hat der Fläming im August ein Gästeplus von 10,7 Prozent erreicht. Im ganzen Landkreis Teltow-Fläming seien es sogar 11,9 Prozent gewesen. Bei den Übernachtungen im Zeitraum von Januar bis August lag das Plus in diesem Jahr dagegen nur bei 2,8 Prozent.

Nach größeren Anstiegen in den vergangenen Jahren sei es laut Daniel Sebastian Menzel jedoch normal, dass sich eine Konstante einstellt. Der Geschäftsführer zeigte sich deshalb zufrieden und erklärte: „Ich sehe mit Freude, dass unsere Regionen sichtbarer werden. Ob über Crowdfunding oder Social Media, man nimmt uns wahr.“ Am Ende der Reise angekommen sei man deswegen aber trotzdem nicht.

Fachkundige aus der Tourismusbranche beantworteten den Gästen ihre Fragen. Quelle: Isabelle Richter

Im Gegenteil: Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es nach wie vor genügend kreative Köpfe mit guten Ideen im Gepäck, die auf den Weg gebracht werden müssen. Um aus der Vision letztendlich ein attraktives und rentables Angebot zu schaffen, bräuchten viele jedoch Unterstützung. Deshalb stellten sich die Experten aus der Kreisverwaltung, der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH und der IHK Potsdam sowie Förderberater der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILE) und der Lokalen Aktionsgruppe „Rund um die Flaeming-Skate“ den Fragen der Gäste.

Kleine Unternehmen sind überfordert

Auch Alexandra von Lochow vom Skatehotel Gutshaus Petkus nutzte die Chance. Sie kritisierte den enormen Aufwand, der mit Fördermittelanträgen bei der ILB verbunden sei. „Wir kleinen Unternehmen haben überhaupt keine Lust mehr, etwas mit der ILB zu machen, weil es so bürokratisch ist“, so von Lochow. Ob es nicht eine einfachere Lösung gebe, war ihre Frage. Immerhin habe sie im Gegensatz zu Großunternehmen keine Extra-Abteilung für die Buchhaltung und müsse sich um alles selber kümmern.

Förderberater Thilo Hönisch zeigte Verständnis, gab aber auch zu verstehen, dass die Richtlinien von der EU und nicht von der ILB festgelegt werden und es deshalb leider keine andere Alternative gibt, als sich durch den Bürokratie-Dschungel zu hangeln. Aus Sicht von Alexandra von Lochow sei dies jedoch nicht gerade förderlich für den Tourismus in Teltow-Fläming. Sie erklärte: „Wenn die Leute keine Kraft mehr haben, Fördermittel zu beantragen, kann auch nichts mehr entstehen.“

Tourismusboom auf dem Land nutzen

Thomas März aus Wahlsdorf empfahl daraufhin, sich bei der Lokalen Aktionsgruppe beraten zu lassen. Regionalmanagerin Bianca Moeller sei aus seiner Sicht eine kompetente Ansprechpartnerin. Auch sie war am Dienstag vor Ort in Werder, um Fragen zu beantworten und über die Förderung einer barrierefreien Freizeit- und Tourismusinfrastruktur im ländlichen Raum zu sprechen.

Einig waren sich alle Teilnehmer der Veranstaltung jedoch darüber, dass das Tourismusgeschäft in den ländlichen Regionen seit rund drei Jahren regelrecht boomt und man diese Tendenz weiterhin nutzen müsse.

Von Isabelle Richter

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