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Jüterbog Kunst trifft Handwerk
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08:31 06.07.2017
Tipps vom Profi: Die Künstler Peter Panzner (vorn links) und Conrad Panzner (h.) zeigen wie es geht. Quelle: Fotos: Isabelle Richter (2)
Jüterbog

Für zwölf Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 heißt es in dieser Woche: spachteln, mischen, basteln. In der Kreishandwerkerschaft versuchen die Jüterboger Wiesenschüler derzeit ihren aktuellen Auftrag zu erfüllen.

Das Projekt ist eine Kooperation verschiedener Parteien

Sie sollen innerhalb eines Kunstprojekts für mehr Schönheit und Kultur im Niedergörsdorfer Ortsteil Altes Lager sorgen. „Das Projekt ist eine Kooperation der Kreishandwerkerschaft, der Gemeinde Niedergörsdorf und der Wiesenschule“, sagt Jugendkoordinatorin Marika Gerlach.

Eine Förderung gab es außerdem von der Initiative „Ich kann was“der Deutschen Telekom-Stiftung.

Die Arbeiten an der Mauer sind fortlaufend

Bereits im vergangenen Jahr begann die Projektgruppe damit, eine rund 150 Meter lange Mauer nahe der Bahnstation mit ihren Kunstwerken aufzufrischen. Denn bis dahin verbreitete das denkmalgeschützte Bauwerk nur noch triste Langeweile. Zehn Meter haben die Schüler im ersten Durchlauf gestaltet – in diesem Jahr kommen weitere zehn Meter dazu.

So soll die Mauer über die Jahre hinweg bis zum Ende mit den Werken der kreativen Köpfe ausgeschmückt werden. Damit die Bilder äußere Einflüsse möglichst lange überstehen, bekommen die Wiesenschüler Unterstützung von zwei echten Profis.

Die Motivfindung spielt eine entscheidende Rolle

Die Künstler Peter und Conrad Panzner aus Oehna zeigen in einzelnen Schritten, wie die Jugendlichen von der ersten Idee zum fertigen Bild gelangen. Dabei spielt die Motivfindung eine entscheidende Rolle. In dieser Woche sollten die Nachwuchskünstler den Ortsteil Altes Lager deshalb aus einer besonderen Perspektive betrachten – und zwar von unten.

Aus den Fotos im Liegen, Sitzen und Hinabschauen entstanden so die ersten Vorlagen. Interessante Ausschnitte von Pflanzen, Gegenständen oder außergewöhnlichen Bauwerken kamen dabei heraus.

Der Rahmen ist aus Spanholz und Aluminium

Yildiz Auras hat sich für eine verzierte Tür aus dem Stadion in Altes Lager entschieden. Bevor sie mit der Arbeit an ihrem Mauerbild beginnen konnte, musste sie zunächst eine Skizze von der Fotografie auf ein Blatt Papier bringen und die Anordnung der Farben bestimmen.

Ist die Vorzeichnung stimmig, geht es an die große Leinwand. Die Spanholzplatte mit Aluminiumrahmen hatte die Schülerin zuvor selbst in der Werkstatt gebaut. Die 16-jährige Yildiz sagt: „Ich kann sehr gut mit Holz arbeiten.“ Ihr Wunsch ist es, nach der Schule eine Ausbildung als Tischlerin zu beginnen.

Eine spezielle Mixtur für verschiedene Witterungsbedingungen

Die Zehntklässlerin beginnt damit, ihre Holzplatte farblich zu gestalten. Das Füllmaterial ist ein Mix aus Sand, Latex und Acrylfarbe. Conrad Panzner erklärt: „Der Latex dient als Bindemittel für den Sand und die Farbe. Dadurch bleiben die Bilder wetterfest und es setzt sich zum Beispiel kein Moos ab.“

Eine genaue Rezeptur für das Gemisch gibt es nicht. Der Latex sollte jedoch sparsam eingesetzt werden, damit die Masse nicht zu dünn wird. Conrad Panzner sagt, man könne sich für die richtige Konsistenz an Knete orientieren. Der richtige Farbton kann mit den verschiedenen Acrylfarben zusammengemischt werden.

Die Fertigstellung folgt am Ende der Woche

Diese eignen sich besonders, da sie sehr lichtbeständig sind. Die dicke Farbmasse wird anschließend mit einem Spachtel etwa einen Zentimeter dick aufgetragen. Am Freitag sollen die Arbeiten abgeschlossen und zum Trocknen ausgelegt werden.

Von Isabelle Richter

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