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Jüterbog Land fördert „Kulturblüten“
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Land fördert „Kulturblüten“
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06:05 04.03.2016
Fantasie ist für Claudia Engel und Matthias Ludwig noch immer das beste Ruhekissen. Die Förderung vom Land macht es weicher. Quelle: Uwe Klemens
Wahlsdorf

„Wichtige Kulturbotschafter“ nennt Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (SPD) die Freien Theater. Da man von Lob und Applaus alleine nicht leben, geschweige denn Theaterprojekte ins Leben rufen kann, greift das Land jährlich auch kleineren Ensembles bei ihren Projekten mit finanziellen Zuschüssen unter die Arme. Auf 850 000 Euro beläuft sich die Gesamtförderung in diesem Jahr.

Zu den 15 Ensembles, deren Arbeit auf diese Weise gefördert wird, gehört auch das Wahlsdorfer Zwei-Mann-Ensemble „Flunkerproduktionen“ von Claudia Engel und Matthias Ludwig, die als Unterstützung für ihr mittlerweile fünftes Kulturblütenfestival 11 000 Euro erhalten.

Sorge um Künstlerhonorare genommen

„Die Sorge um die Honorare ist uns damit zumindest schon mal zum größten Teil genommen“, sagt Claudia Engel. Von der Idee, befreundete Theatermacher und Musiker zu bitten, beim Kulturblütenfestival aus Spaß an der Freude und komplett ohne Honorar aufzutreten, haben sich die studierten Puppen- und Schauspieler bereits beim letzten Festival vor zwei Jahren verabschiedet. Teilt man das Geld durch die Zahl der Ensembles, geht das Honorar trotzdem kaum über den Rahmen einer Aufwandsentschädigung hinaus. 50 Ensembles standen im vergangenen Jahr beim Festival auf der Bühne.

Den mehrfach an sie herangetragenen Vorschlag, die Organisation des Theater- und Musikfestes über eine Agentur abzuwickeln und über Sponsoring zu finanzieren, lehnen Claudia Engel und Matthias Ludwig energisch ab. „Der Charme ginge verloren, auch weil eben niemand zuerst an Geld denkt und weswegen so viele Besucher und auch die Künstler das Fest so mögen“, sagt Matthias Ludwig.

„Verwirklichung einer Utopie“

„Für uns ist das Festival die Verwirklichung einer Utopie“, schwärmt seine Lebens- und Bühnenpartnerin Claudia. „Gemeinsam schaffen sich die Akteure und Publikum einen Raum, in dem man gemeinsam leben und glücklich sein und das Glück der anderen genießen kann.“

Freie Theaterensembles

32 professionelle Freie Theater gibt es gegenwärtig in Brandenburg. Ihr Repertoire umfasst sämtliche Genres und reicht von Kinder- und Jugendtheater, Oper und Komödie bis zu klassischem Ballett, zeitgenössischem Tanz und experimentellen Projekten.

15 Ensembles werden in diesem Jahr mit Mitteln des Kulturministeriums unterstützt. 850 000 Euro stellt das Land dafür zur Verfügung.

Geförderte Ensembles der Region sind die „Flunkerproduktionen“ und das Theater ’89.

Die ersten beiden Festivals organisierten die beiden im benachbarten Gebersdorf, wohin es sie nach ihrem Studium verschlagen hatte. Schnell hatten sie die Gebersdorfer mit ihren kreativen Ideen begeistert und mit ins Boot geholt. Auch nach ihrem Umzug und der Verlegung des Festes nach Wahlsdorf hielten ihnen die Gebersdorfer die Treue und unterstützen das Festival bis heute als ehrenamtliche Helfer – so wie Wahlsdorfer und andere Einwohner der Region.

Unterstützer-Treffen am 17.März

Wie viele Akteure in diesem Jahr auf der Bühne stehen werden, steht noch nicht fest. Die ersten Anfragen haben Claudia Engel und Matthias Ludwig verschickt und warten nun auf die Reaktion. Parallel dazu hat der vor zwei Jahren gegründete und aus knapp 40 Mitgliedern bestehende Förderverein „Kultur pflanzen“ bereits ein erstes Arbeitstreffen veranstaltet und die organisatorischen Abläufe besprochen. Jeder, der sich mit Ideen und Tatkraft einbringen will, ist beim nächsten Treffen am 17. März um 19 Uhr im Wahlsdorfer Gutsstall willkommen.

Das Festival selbst wird vom 26. bis zum 28. August zwischen Gutshaus und Stall und in angrenzenden Räumlichkeiten stattfinden. Für die gemeinsame Wanderung aller Akteure und Zuschauer, bei der sich alle verkleiden und Teil der Performance werden, wird noch eine gute Idee gesucht. Ein „Strandausflug“ und eine „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ gab es in den Vorjahren bereits.

Von Uwe Klemens

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