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Lernen in familärer Atmosphäre

Informationstag an der Evangelischen Grundschule Lernen in familärer Atmosphäre

Manchmal ist es ein wenig schade, dass man dem Schulalter schon entwachsen ist. Zu diesem Schluss könnte kommen, wer sich am Sonnabend unter die große Besucherschar beim Tag der offenen Tür in der evangelischen Grundschule in Jüterbog mischte. Strahlende Gesichter hatten nicht nur die Lehrer und Eltern, sondern auch die Hauptakteure des Tages: die Kinder, die das große Schulhaus selbstbewusst in Besitz genommen hatten.

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Jüterbog. Üppig und kreativ hatten sie die Flure und Unterrichtsräume dekoriert. Ein Programm aus Liedern und Tänzen stimmte die Gäste ein und gab den Kleinen die Gelegenheit, das fleißig Einstudierte vor Publikum zu präsentieren. „Mir jedenfalls sind schon dabei fast die Tränen gekommen“, sagte gerührt die Luckenwalderin Steffi Domin, die sich in der Wahl der künftigen Grundschule für ihren Sprössling bestätigt sah.

Augenfälligster Unterschied zu den Tagen der offenen Tür in anderen Schulen war wohl die Anwesenheit der zahlreichen Eltern und Kinder, die dort bereits zur Schule gehen. „Ohne unsere Eltern, die sich an vielen Stellen mit einbringen und auch bei den Bauprojekten mit zupacken, würden wir unser Leitbild ,Leben, Lernen, Lachen’ wohl nicht in dieser Qualität umsetzen können“, ist sich Schulleiter Markus Förster sicher. Beim Kuchenbüfett für diesen Tag musste er die Reißleine ziehen: „67 Kuchen – wer soll das alles aufessen?“ Gleichsam darf diese Zahl als Symbol für das Sich-einbringen der Eltern gelten.

Auch bei der Zahl der Schüler muss der gerade mal 29-jährige Schulleiter öfter mal Nein sagen – auch wenn das nicht leicht fällt. Aber an der Einzügigkeit des Hauses und an der Klassenstärke von maximal 25 Schülern soll sich auch in Zukunft nichts ändern, um das familienähnliche Klima der Einrichtung nicht zu gefährden. „Wir leben inzwischen in der Situation, dass wir mehr Anmeldungen als Plätze haben“, sagte Markus Förster.

Insgesamt neun Klassen- und Fachlehrer sowie acht Erzieher, ergänzt von weiteren Kooperationspartnern, sind für das Werden und Wachsen der derzeit 125 Schüler zuständig. „Dabei verstehen wir Schule als Ort des gemeinsamen Lebens und nicht als eine Art Parkstation für Kinder“, sagte Markus Förster. Tage der offenen Tür sind dabei nicht nur Gelegenheit, sich den Fragen neuer und bereits integrierter Eltern zu stellen, sondern auch, um das eigene Selbstverständnis hinaus zu tragen. „Wir wollen uns zeigen in der Stadt und im Landkreis“, sagte der Schulleiter selbstbewusst.

Von Uwe Klemens

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