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Jüterbog Lindengrundschule wird medienfit
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01:16 22.12.2018
Die Handhabung ist kein Problem: Viele Lindengrundschüler sind ihren Lehrern in Sachen moderner Technik bereits voraus. Quelle: Victoria Barnack
Jüterbog

Wie ihre neuen Tablets angeschaltet werden, wissen die Sechstklässler der Lindengrundschule ganz genau. Insgesamt 45 neue Geräte hat die städtische Schule in dieser Woche erhalten. Am Mittwoch durften die ältesten Schüler sie quasi als verfrühtes Weihnachtsgeschenk auspacken. Mehr als 30.000 Euro habe die Stadt dafür investiert, berichtet Anke Stöckigt, Sachgebietsleiterin für Bildung, Jugend und Sport in Jüterbog.

Mit der kostspieligen Anschaffung soll das digitale Zeitalter im neuen Jahr auch endlich an der zweiten Grundschule der Stadt eingeläutet werden. Die Geschwister-Scholl-Schule nimmt bereits seit 2016 am landesweiten Modellprojekt „medienfit“ teil.

Medienbildung ist Pflicht an Grundschulen

Seit diesem Jahr hat auch die Lindengrundschule einen sogenannten Medienplan. „Darin haben wir unter anderen aufgelistet, welche Geräte wir benötigen und welche Kenntnisse unser Lehrpersonal bereits mitbringt“, berichtet Schulleiterin Jana Simon. Die 45 Tablets sind nur ein Teil dieser Liste. Auch Lizenzen für Lernprogramme und Weiterbildungen für die Lehrer müssen beispielsweise bezahlt werden.

Mit der modernen Technik können viele Grundschüler schon etwas anfangen. Sie freuen sich auf den Unterricht mit Tablet. Quelle: Victoria Barnack

Denn die Grundschüler in Sachen Medien zu bilden, ist inzwischen Pflicht in Brandenburg. Mit dem neuen Rahmenlehrplan wird seit dem vergangenen Jahr nach und nach auch das „Basiscurriculum Medienbildung“ in die Tat umgesetzt.

Basiscurriculum Medienbildung

Das „Basiscurriculum Medienbildung“ ist seit 2017 im Rahmenlehrplan für die Klassen 1 bis 10 in Brandenburg festgeschrieben.

Sechs Medienkompetenzen sollen die Schüler im Laufe der Jahre entwickeln und vertiefen: Informieren, Kommunizieren, Präsentieren, Produzieren, Reflektieren, Analysieren.

Mit einheitlichen Standards ist geregelt, was die Schüler in den einzelnen Kompetenzbereichen des Curriculums erlernen sollen.

So sollen die Schüler zwischen verschiedenen Informationsquellen unterscheiden können und sich auch im Internet an Regeln der Kommunikation halten.

„Für unsere Grundschule ist das – wie auch anderswo – eine große Herausforderung“, berichtet Simon. Denn nicht alle Lehrer können sofort geschult werden. „Computermäßig sind viele Kinder sogar fitter als einige Kollegen“, sagt Simon. Dennoch reichen die 45 neuen Geräte bei Weitem nicht für alle Klassen gleichzeitig aus. Doch Geld für alle Wünsche ist in Jüterbog nicht da. „Die Tablets wurden komplett ohne Fördermittel bezahlt“, berichtet Anke Stöckigt.

Im Oktober war bereits das W-Lan im Schulgebäude installiert worden. „Die ersten Lehrer nutzen den schnellen Zugang zum Internet bereits für spontane Recherchen auf Schülerfragen im Unterricht“, erzählt Simon. Für 2019 hat die Stadt zudem angekündigt, die Schule mit interaktiven Tafeln auszustatten, die an anderen Schulen bereits zum Alltag gehören.

Trotz Vorkenntnissen: Ohne Lehrer dürfen die Grundschüler die teure Technik noch nicht nutzen. Quelle: Victoria Barnack

Gänzlich neu ist der Unterricht mit moderner Technik für die Lindenschule nicht. „Wir haben in den vergangenen Jahren unser Computerkabinett erneuert“, berichtet Schulleiterin Jana Simon. Auch die jüngeren Klassen lernen bereits regelmäßig mit ähnlichen Endgeräten.

Die nun angeschafften Tablets würden aber ganz neue Arbeitsweisen ermöglichen, berichtet Simon. „Für eine Recherche im Internet müssen unsere Lehrer ab jetzt nicht mehr mit der ganzen Klasse ins Computerkabinett umziehen“, sagt sie. Eingerichtet und gewartet werden können die Tablets von der Ferne aus.

„Gemeinsam lernen, was möglich ist“

Über die Weihnachtsferien sollen die neuen Geräte nun eingerichtet werden, sodass die Schüler nach dem Jahreswechsel damit arbeiten können. Für den praktischen Umgang sieht Schulleiterin Simon noch viel Lernbedarf in ihrer Schule. „Was mit den Tablets künftig alles möglich ist, können wir jetzt nur Schritt für Schritt gemeinsam mit allen Kollegen und auch den Schülern lernen“, sagt sie.

Auch an der Scholl-Grundschule gäbe es damit erst wenig Erfahrungen. Die Schulleiterin möchte deshalb einen steten Austausch der beiden städtischen Einrichtungen anregen.

Von Victoria Barnack

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