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Jüterbog Lineks Gartenfeldbahn wird 20
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Lineks Gartenfeldbahn wird 20
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00:31 20.04.2018
Aus anfangs 75 Meter Schiene wurden mittlerweile stolze 350 Meter befahrbares Gleis in der Feldbahn-Spurweite 600 Millimeter.
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Jüterbog

Putzen, schrauben, schweißen, schippen – wenn es um seinen Liebling draußen im Garten geht, ist Jürgen Linek keine Mühe zu groß. Kaum eine freie Minute, die der 56-jährige Hobbyeisenbahner nicht unter der Motorhaube seiner Loks oder mit dem Herumrücken von Weichen und Gleisen verbringen würde. 20 Jahre ist es her, dass zum ersten Mal Fahrgäste die Fahrt in einem der offenen Waggons zwischen den Bahnhöfen Kiesgrube, Gartentor und Hauptbahnhof von Lineks Gartenfeldbahn (LGFB) genießen konnten. Der Spaß daran ist auch auf Lineks Seite, der Bahnhofspersonal, Lokführer, Schaffner und Stellwerker in einer Person ist.

Der Vorschlag zum Logo kam von Bekannten

Auf das LGFB-Logo auf gelbem Grund ist der gelernte Metallbauer genauso stolz, wie auf seinen Fuhrpark, der aus zwei Dieselloks, vier Personen- und 24 Güterwagen, sowie einer Tretdraisine besteht. Für einen passenden Namen für sein Feldbahnprojekt hatte er sich damals im Bekannten- und Kollegenkreis umgehört. „Lineks Gartenfeldbahn gefiel mir vor 20 Jahren am besten. Aber angefangen hat alles schon deutlich früher“, erzählt Linek, der gern Lokführer geworden wäre, aber wegen einer Gehörerkrankung nicht durfte.

Ein Grund für diesen Kindheitstraum dürfte die Kiesgrube am Rande des elterlichen Grundstücks gewesen sein, in der eine Feldbahn im Einsatz war. Nachts schlich er sich heimlich aufs Abenteuergelände, um mit gelöster Bremse in der offenen Lore in die Grube zu sausen.

75 Meter Gleis als Grundstock

Die Kiesgrube gibt es seit Mitte der 70er Jahre nicht mehr, aber Mitte der 90er Jahre keimten die Erinnerung daran und der Wunsch, der alten Feldbahn ein Denkmal zu setzen. Nach mühevoller Suche wurde er fündig und erwarb in Berlin zwei Kipploren, die er dekorativ am Gartenzaun platzierte. Die 75 Meter Gleis, die es dazu gab, waren der Grundstock für das eigene Feldbahnprojekt.

350 Meter Gleis sind es heute. Den größten Teil davon hat Jürgen Linek allein verlegt. Die Bahnhofsausstattung mit viel Interieur aus der guten alten Eisenbahnzeit hat der Enthusiast selbst zusammengetragen und natürlich auch die Bahnsteige gebaut.

Mit der Bahn wuchs auch das öffentliche Interesse

Auch das Interesse an der LGFB ist in den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens stetig gewachsen. Eisenbahnfreunde aus allen Teilen Deutschlands und natürlich viele Familienausflügler aus der Region zählen an den Fahrtagen zu den treuen Fahrgästen. Der erste Fahrtag im Sommerfahrplan 2018 ist Himmelfahrt. Er wird um 10 Uhr von der Lok angepfiffen.

Weitaus größer wird das Feldbahntreffen vom 25. bis zum 27. Mai. Zu diesem werden auch Eisenbahn-Freaks aus Sachsen und Sachsen-Anhalt samt Technik erwartet.

Zu finden ist die LGFB in der Luckenwalder Straße 43. Infos auf www.lineksgartenfeldbahn.de.

Von Uwe Klemens

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