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Jüterbog Chefin des Nachbarschaftsheimes hört auf
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14:15 30.10.2018
Marlies Koch mit ihrem Nachfolger Sebastian Saul, der seit vier Jahren im Nachbarschaftsheim als Pflegefachkraft arbeitet. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Wenn es um das Thema Betreuung von Pflegebedürftigen, Kranken oder Senioren geht, kommt man in der Jüterboger Region am Namen Marlies Koch nicht vorbei. Seit 28 Jahren gehört sie zum Jüterboger Nachbarschaftsverein, ist Gründungsmitglied und leitete ihn. Doch der 31. Oktober ist für die 65-Jährige der letzte Arbeitstag. Ihr Nachfolger wird Sebastian Saul, der seit vier Jahren im Nachbarschaftsheim arbeitet.

Erste Sozialstation in der Stadt

Das am 20. November 1990 eröffnete Nachbarschaftsheim war die erste Sozialstation der Stadt, und die Aufbruchstimmung unter den Mitarbeitern unglaublich groß. Die ersten fünf Monate wurden sogar ohne Entlohnung gearbeitet, da nicht klar war, wer die Kosten trägt. „Aber wir konnten die Patienten nach der Auflösung der Volkssolidarität nicht einfach in ein Loch fallen lassen“, erzählt Marlies Koch.

Vorreiter auch beim Thema Demenz

Auch in Sachen Demenzbetreuung gehörte das Nachbarschaftsheim zu den Vorreitern. Im Jahr 2000, als es das Thema noch kaum in öffentlichen Wahrnehmung war, wurde die Beratungsstelle für Betroffene eröffnet. Zwei Jahre später kam die Tagesbetreuung hinzu. Die Beratung von Menschen, die sich in Selbsthilfegruppen zusammenschließen wollen, um ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen, gehört mittlerweile mit zu den Aufgaben des Nachbarschaftsheimes. „Besonders in den ersten Jahren wurde die Beratung sehr gut angenommen, doch junge Leute tun sich immer schwerer damit, sich zusammen zu schließen“, sagt Koch. Das selbe gilt für den an vier Tagen in der Woche geöffneten Treffpunkt für Senioren. „Obwohl es heute deutlich mehr Senioren gibt als vor 28 Jahren, geht das Interesse spürbar zurück. Viele sitzen lieber allein zu Hause, was schade ist.“

Nun bald selbst im Kreis der Senioren

In wenigen Tagen gehört Marlies Koch nun selbst zu den Senioren und feilt an den ersten Plänen für künftige Unternehmungen. Mit ihrem Mann viel zu reisen und die Tochter in Karlsruhe zu besuchen, hat sie sich für den Ruhestand vorgenommen. Auch Theaterbesuche und ab und an Bsuche im Schwimmbad etwas für die Gesundheit zu tun, hat sie sich vorgenommen.

Von Uwe Klemens

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