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Mit Chorgesang und Entenrennen

Seehausen Mit Chorgesang und Entenrennen

Am 1. Juli wird in Seehausen gefeiert – Für das Musikprogramm bei den 4. Seefestspielen werden noch Männerstimmen gesucht. Ein ehemaliger Berliner Musiklehrer sorgt mit seinem Chor aber nicht nur für schöne Klänge, sondern engagiert sich zusammen mit vielen anderen Bewohnern für ein perfektes Gemeinschaftsgefühl im Dorf.

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Paul Schuknecht (l.) und Tino Hagendorf.

Quelle: Isabelle Richter

Seehausen. Dort im Dorf ist immer etwas los: Seehausen gilt als Ortsteil der Gemeinde Niedergörsdorf, in dem am meisten gefeiert wird. Einmal im Monat um genau zu sein. Aktuell befinden sich die Bewohner mitten in den Vorbereitungen für eine der größten Feierlichkeiten – die Seefestspiele am 1. Juli.

Aus einem Wochenendhaus wurde die neue Wahlheimat

Bislang läuft alles reibungslos, denn in Seehausen packt jeder mit an. „Es besteht eine starke Verbindung in der Dorfgemeinschaft“, berichtet Paul Schuknecht. Der Ex-Berliner zog vor rund vier Jahren in das Dorf. „Eigentlich hatten wir nur nach einem Wochenendhaus gesucht“, sagt Paul Schuknecht über sich und seine Frau Andrea.

Der ehemalige Musiklehrer und Schulleiter einer Schule in Berlin Charlottenburg pendelte noch zwei Jahre, bis er sich zur Ruhe setzte. Nun ist er Seehausener durch und durch und kann sich keinen besseren Ort zum Leben vorstellen. Das zeigt sich auch in seinem Engagement bei Veranstaltungen. Außerdem rief er vor über zwei Jahren den Dorfchor ins Leben.

Ein Nachbarschaftsfest am Dorfanger

Der Neu-Seehausener wohnt direkt am Dorfanger, genau wie Tino Hagendorf. Beide sind Teil der Vorbereitungsgruppe für die Seefestspiele. „Wir sind so etwa fünf Leute, die überlegen was zu tun ist“, berichtet Paul Schuknecht. Wobei so ziemlich jeder Seehausener dazugehört, denn die Festspiele sind „ein Nachbarschaftsfest, bei dem alle mithelfen“, so Schuknecht.

Der Auf- und Abbau, sowie die Zubereitung verschiedener Köstlichkeiten und das Unterhaltungsprogramm aus Spielen und Musikbeiträgen werden von den Einwohnern allein und ohne Widerrede gestemmt.

Für diesen Einsatz ist nicht mehr als eine persönliche Bitte nötig. Das gemeinsame Feiern, sich Treffen und Helfen sei laut Paul Schuknecht in Seehausen „sehr besonders“.

Man möchte das Gemütliche Miteinander fördern

Während zum 1. Mai und dem Erntefest auch Besucher aus den umliegenden Dörfern der Gemeinde Niedergörsdorf kommen, geht es bei den Seefestspielen etwas familiärer zu. „Wir wollen damit das gemütliche Miteinander fördern“, sagt Tino Hagendorf „bei dem man Gelegenheit hat sich mit den Leuten auszutauschen.“ Mit den Leuten meint er alle Seehausener von Jung bis Alt.

Denn hinter der Idee für die Seefestspiele steckte ursprünglich der Gedanke, einmal im Jahr ein Fest eigens für die Dorfgemeinschaft auszurichten. Gäste von außerhalb dürfen natürlich trotzdem mitgebracht werden.

Die Spenden fließen in die Seehausener Dorfkirche

Auch sie könnten an den Spielen für Kinder und Erwachsene Gefallen finden. Ein Höhepunkt ist das Entenrennen, bei dem selbstgebastelte Enten in einem von der Freiwilligen Feuerwehr mit Wasser gefüllter Graben um die Wette treiben. Daneben werden Kutschfahrten durch das Dorf angeboten. Die Spenden dafür fließen in notwendige Reparaturen an der Dorfkirche.

Für das Musikprogramm sorgt unter anderem der Dorfchor von Paul Schuknecht. Die 15 Mitglieder treffen sich jeden Donnerstag ab 20 Uhr zum gemeinsamen Musizieren. Die große Bandbreite der Liedauswahl kommt bei Mitgliedern wie Roswitha Richter aus Mellnsdorf gut an: „Ein Kirchenchor wäre für mich keine Option gewesen, aber hier dürfen wir auch unsere ehemaligen Hits singen.“

Singende Männer sind äußerst erwünscht

Aktuell hat der Chor vier Männerstimmen. Für Paul Schuknechts Geschmack, könnten es aber auch gern mehr sein, denn er liebt den dreistimmigen Gesang. Die Skepsis gegenüber der eigenen Stimme ist bei Männern noch größer als bei Frauen. Diese Angst nimmt der Chorleiter Interessierten aber, indem er selbst sagt: „Es reicht aus, wenn man gerne singt. Man muss sich nur darauf einlassen.“

Auch Tino Hagendorf singt in dem Chor mit, obwohl er anfangs nicht ganz an sein Talent glaubte. Das letzte Mal hatte er in der Schule gesungen. Inzwischen hat er aber dazugelernt und genießt das „beschwingte Gefühl“ nach der Probe.

Wer im Chor mitmachen will, kann sich bei Paul Schuknecht unter 03 37 43/51 81 18 melden.

Von Isabelle Richter

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