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Jüterbog Nächster Halt Thailand
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Nächster Halt Thailand
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08:56 21.06.2017
Die 18-jährige Carla Anderer sammelt Spenden für ein Hilfsprojekt in Thailand. Quelle: Foto: Isabelle Richter
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Jüterbog

Nicht überall auf der Welt haben Kinder und Jugendliche die gleichen Voraussetzungen – vor allem, wenn es um ihre Bildung geht. Carla Anderer möchte deshalb genau dort helfen, wo das Angebot begrenzt ist. Die 18-Jährige feiert erst am kommenden Sonnabend ihr gerade erhaltenes Abitur auf dem diesjährigen Abi-Ball des Goethe-Schiller-Gymnasiums. Für viele stellt sich erst dann die Frage: Was nun?

Urlaub ist bei ihrer Reise nach Nong Khai nur nebensächlich

Carla Anderer weiß, was sie will: Ein Jahr im Ausland verbringen. Für sie war es schon lange ein Traum, die große weite Welt kennenzulernen. „Ich brauche einfach einen Perspektivwechsel“, sagt die Abiturientin. Deshalb geht es am 12. August für ein Jahr nach Nong Khai, eine kleinere Stadt in Nord-Thailand.

Doch einfach nur Urlaub zu machen kommt für Carla nicht in Frage – sie möchte mit ihrer Reise etwas bewirken. Deshalb entschied sie sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr und bewarb sich bei der Organisation World Horizon.

Mehr Möglichkeiten für die Zukunft

Das jüngste Projekt der Organisation soll thailändische Kinder und Jugendliche im Bereich Bildung unterstützen. Dabei steht vor allem das Erlernen der englischen Sprache im Vordergrund. Mit Englisch-Workshops und Freizeitangeboten mit Sport, Kultur und Musik wird sich Carla Anderer in ihrem Auslandsjahr hauptsächlich beschäftigen. „Die Chancen dort sind teilweise so ungleich verteilt – einige Menschen haben dort noch nie ein Wort Englisch gesprochen. Ich möchte ihnen damit mehr Möglichkeiten für die Zukunft geben“, sagt die 18-Jährige.

Kulturelle Neugier und eigene Erfahrungen

Dass die Abiturientin aus Kloster Zinna genau die Richtige dafür ist, erkannte die Organisation World Horizon ziemlich schnell. Schließlich sind ihr Auftreten sowie ihre persönlichen Erfahrungen im Bereich der freiwilligen Hilfe sehr beeindruckend. Bisher setzte sich Carla Anderer mit viel Engagement bei der Jüterboger Flüchtlingshilfe ein und schrieb zum Beispiel mit an einem Stück für das Flüchtlingstheater.

Außerdem sang sie im Berliner Hoffnungschor mit, der aus arabischen und deutschen Sängern besteht,und war bis vor Kurzem sogar Mitglied in einer arabischen Band. Carla Anderer war schon immer neugierig auf andere Kulturen und sieht ihre Reise nach Thailand auch als Möglichkeit, um ihr eigenes Leben in Deutschland aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: „Wie gut geht es mir eigentlich? Das muss man wirklich erfahren, um es zu wissen“, sagt sie.

Für Clara ist keine Herausforderung zu groß

Nachdem für sie klar wurde, dass sie die Reise nach Thailand antreten wird, hatte sie anfangs ein etwas mulmiges Gefühl. Doch inzwischen ist sie sich sicher, dass sie auch mit Herausforderungen und Ängsten klarkommen wird. Genug Halt bekommt sie – wenn auch nur per Telefon oder Skype – von ihrer Familie und ihren Freunden.

Eine Herausforderung bleibt aber noch bis zum Antritt der Reise. Der Trip wird zwar staatlich finanziert, doch es gibt eine Forderung: Carla Anderer muss für die Umsetzung der Projekte vor Ort im Vorfeld Spenden in Höhe von 2500 Euro sammeln – und das aus eigener Kraft.

Ein Benefizkonzert in der Musikschule ist die neueste Idee

Doch für das Organisationstalent ist das kein großes Problem. Mit einem Crêpes-Verkauf und eigenen musikalischen Einlagen hat sie schon rund 600 Euro eingenommen. Dazu kommen noch Spenden aus ihrer Familie und aus ihrer jüngsten Idee: Ein Benefizkonzert mit Musikern aus ihrem Freundeskreis wird es am 2. Juli um 15 Uhr im Saal der Musikschule geben.

Derzeit hängt Carla Anderer deshalb in der ganzen Stadt fleißig Plakate auf. Das Konzert aus Gesang und verschiedenen Instrumenten ist kostenfrei. Carla Anderer erhofft sich lediglich eine kleine Spende von den Zuhörern, wenn ihnen der Auftritt gefällt.

Wer dort keine Zeit hat, kann die 18-Jährige auch mit einem Besuch in der Förste unterstützen. Dort steht eine Box mit weiteren Infos bereit. Da Carla dort regelmäßig jobbt, kann man sie auch gleich persönlich ansprechen.

Von Isabelle Richter

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