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Jüterbog Naturbewusster Nachwuchs
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00:29 26.04.2018
Merle nimmt den Scheck vom Oberförster entgegen. Quelle: Foto: isabelle Richter
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Niedergörsdorf

Eine Holzhobelbank soll es für die Kinder der Kita Kinderland aus Niedergörsdorf sein. „Ihr sammelt hier immer so tolle Sachen“, sagt Kita-Leiterin Marlies Wecke. Mit der Neuanschaffung können die Vorschüler künftig sogar ein paar schöne Dinge aus dem Naturmaterial basteln.

Schutzgemeinschaft will Interesse am Thema Wald wecken

Den Scheck in Höhe von 200 Euro gab es am Dienstagvormittag vom Oberförster. Michael Ebell ist Vorsitzender des Regionalverbandes Baruther Urstromtal e.V. des Vereins Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Die Regionalverbände sind ehrenamtlich vor Ort aktiv.

Ziel ist es, bei den Menschen „das Interesse am Thema Wald zu wecken“, erklärt Ebell. Da fange man doch am besten beim Nachwuchs an. Eine von vielen Aufgaben der Regionalverbände ist deshalb die Unterstützung waldpädagogischer Aktivitäten – so wie in Niedergörsdorf.

Ein zwei Kilometer langer Naturpfad mit Waldfläche

Einmal in der Woche besuchen die Kita-Kinder den Wald am Mühlenweg, um sich auf dem Walderlebnispfad namens „Wo sich Fuchs und Hase ,Gute Nacht’ sagen“ auszutoben. Zu dem rund zwei Kilometer langen öffentlichen Pfad gehört zudem eine eingezäunte Waldfläche mit kleinem Häuschen.

Eigentümer des wilden Gartens samt Erlebnispfad ist das Ehepaar Andrea und Siegfried Schütze. Für die jungen Naturfreunde stellten sie ihre Flächen gern zur Verfügung.

Den Unterschied zwischen Tanne und Kiefer sollte man kennen

„Es ist wichtig, dass die Kinder nach Draußen kommen und die Tiere anfassen“, findet auch Steffen Krause. Der Förster ist zuständig für den Waldbereich rund um die Stadt Jüterbog und unterrichtet Kita-Kinder sowie Schülergruppen auf Rundgängen über die heimatlichen Tier- und Pflanzenarten.

Den Unterschied zwischen einer Tanne und einer Kiefer sollten seiner Meinung nach selbst die Kleinsten schon kennen.

Die Folge ist ein bewusster Umgang mit der Natur

Für die Vorschulgruppe aus Niedergörsdorf ist der kleine Naturgarten ein Ort der Persönlichkeitsentfaltung. „Er fördert alles – die Sprache, die Grob- und Feinmotorik, das Sozialverhalten und die Fantasie. Außerdem bewegen sich die Kinder die ganze Zeit“, sagt Marlies Wecke.

Die Kita-Leiterin bemerkt bei den Kindern außerdem, dass sie durch die Ausflüge ins Grüne viel bewusster mit der Natur umgehen und sie viel mehr zu schätzen wissen.

Für so manchen Erwachsenen wäre das schon eine Mutprobe

Bereits kurz nach der Ankunft herrscht großes Getümmel. Die Vorschüler sind mit Lupengläsern bewaffnet auf der Suche nach Grashüpfern, Schmetterlingen und anderem Getier. Die eingefangenen Tierchen werden beobachtet und stolz den Erziehern präsentiert. Der sechjährige Ole hat gerade eine ganz besondere Entdeckung gemacht. „Ich habe eine Kröte gefangen“, ruft er.

Ohne sich zu ekeln, hält er sie vorsichtig in den Händen und zeigt sie seinen Freunden. Das wäre für so manchen Erwachsenen schon eine Mutprobe. Nach kurzer Begutachtung wird die Kröte wieder in die Freiheit entlassen und die Suche nach neuen Tieren geht weiter.

Ein paar Wünsche sind noch offen

Komplett ist die Kita-Waldfläche noch nicht. Dank Sponsoren und fleißigen Helfern konnte in den vergangenen Jahren aber schon viel erreicht werden. Der Vater der fünfjährigen Merle Teuber beendete erst kürzlich die Arbeiten an einer Überdachung vor dem Waldhaus.

In Zukunft sollen noch ein paar Naturschautafeln dazukommen und eventuell ein kleiner Ofen zum Aufwärmen an kalten Tagen.

Von Isabelle Richter

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