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Jüterbog Praktikant wird Azubi im selben Betrieb
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Praktikant wird Azubi im selben Betrieb
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00:31 29.04.2018
Die Analyse des Trinkwassers, hier im Wasserwerk in den Jüterboger Weinbergen, gehört zu Vincents Aufgaben. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Nicht nur Unternehmen, sondern auch Kommunen spüren den Nachwuchsmangel. Der Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming (WAZ) hofft seit Monaten vergeblich auf Bewerber für die Ausbildungsrichtungen Wasserversorgungstechnik, sowie Abwassertechnik. Im Herbst beginnt das neue Ausbildungsjahr. Da sich bis zum Ablauf der ursprünglichen Bewerbungsfrist Ende Februar niemand meldete, wurde die Frist nun bis zum 30. April verlängert.

Beim WAZ war es am interessantesten

Dabei wird der WAZ als Ausbildungsstätte gelobt. „In der Tischlerei hat es mir nicht so gefallen und auch ich nicht in der Fahrradwerkstatt. Das Praktikum beim WAZ war von der Vielfalt der Aufgaben das interessanteste und deshalb das beste von allen“, sagt der 16-jährige Jüterboger Vincent Zeitz. Zwei Jahre ist es her, dass der damalige Neuntklässler der Wiesenoberschule als Schülerpraktikant beim WAZ sein zweiwöchiges Berufsfindungspraktikum absolvierte.

Im vorigen Sommer unterschrieb er dort seinen Lehrvertrag für die Ausbildung zur Fackkraft für Wasserversorgungstechnik, die im September begann. Froh über die Bewerbung und die Leistungen des Azubis ist nicht nur Vincents Ausbilder Thomas Masche, sondern auch WAZ-Vorsteherin Jana Schuhmacher, die das Thema Azubi-Mangel umtreibt.

Gemeinsamkeiten entdeckt

Nach Vincents ersten acht Monaten verbinden ihn und seinen Ausbilder nicht nur der Spaß am Bewältigen der täglichen Herausforderungen, sondern auch der Weg zum Beruf. Denn auch Masche kam einst als Schülerpraktikant der Wiesenoberschule zum WAZ und hing, wie auch Vincent, im Anschluss den vorherigen Berufswunsch Polizist an den Nagel. Heute ist Masche Trinkwassermeister.

Der Tipp von WAZ-Mitarbeiter Wilfried Hafer, den Vincent auch privat kennt, dass im Betrieb ein Ausbildungsplatz vakant ist, kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Da er schon ein Jahr zuvor als Praktikant einen guten Eindruck gemacht hatte, brauchte man auf WAZ-Seite nicht lange zu überlegen. Auch das Praktikum wurde damals von Hafer eingefädelt.

„Wir versuchen immer, unseren Praktikanten einen möglichst großen Einblick von dem zu geben, was später im richtigen Leben auf sie zukommt, damit es dann keine Überraschungen gibt“, sagt Thomas Masche. „Das, was einen da erwartet, ist nicht immer nur schön, aber abwechslungsreich und oft sogar sehr spannend.“

Offener Umgang und Freundlichkeit

Der offene Umgang mit den Licht- und Schattenseiten des Berufes und die Freundlichkeit der Kollegen haben damals bei Vincent einen tiefen Eindruck hinterlassen. Dass er sich nicht getäuscht hat, weiß er kurz vor dem Ende des ersten Lehrjahres inzwischen auch.

Seiner Selbsteinschätzung, dass ihm die Praxis auf der Baustelle, beim Warten der Anlagen und bei der Analyse der Trinkwasserqualität besser liegen würde als die Theorie, widerspricht Jana Schuhmacher mit Blick auf das Halbjahreszeugnis der überbetrieblichen Ausbildungsstätte in Neubrandenburg. „Alles Einsen und Zweien – besser geht’s doch eigentlich nicht. Mit Vincent haben wir echt einen guten Griff getan“, sagt sie, „den geben wir nicht wieder her!“

Nachfragen zur Ausbildung beim WAZ unter Tel. 0 33 72/4 17 90.

Von Uwe Klemens

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