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Jüterbog Prozess zur Eisenstangen-Attacke beginnt
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19:52 12.10.2018
Mohamad K. wurde bei seiner Tat und seiner Auseinandersetzung mit der Polizei gefilmt. Quelle: privat / screenshot
Jüterbog/Potsdam

Am Montagvormittag beginnt der Prozess gegen den Asylbewerber, der unbekleidet im Frühjahr in Jüterbog mehrere Autos mit einer Eisenstange angegriffen hatte. Verhandelt wird der Fall aufgrund der Schwere der Vorwürfe vor dem Landgericht in Potsdam.

Mit Stange von Verkehrsschild auf Autos eingedroschen

Der 23-jährige Mohamad K. wird nach Auskunft des Gerichts des versuchten Raubs, der Sachbeschädigung und der Nötigung beschuldigt. Ihm wird zur Last gelegt, am 30. April auf der Dennewitzer Straße mehrere Autos gestoppt zu haben, um anschließend gegen sie zu treten. Den Pkw einer Frau aus Annaburg (Sachsen-Anhalt) beschädigte er mit Hilfe der herausgerissenen Stange eines Verkehrsschildes.

Dabei wurde auch die damals 52-jährige Fahrerin verletzt, als der Angreifer versuchte, ihr die Fahrzeugschlüssel wegzunehmen. Wie die Polizei damals mitteilte, erlitt die Frau bei dem Gerangel mit Mohamad K. Kratzer am Arm und wurde gewürgt. Der Vorfall erregte damals bundesweit Aufsehen – auch weil die Tat von Augenzeugen gefilmt und ins Internet gestellt wurde. Es gab viele fremdenfeindliche Kommentare dazu. Zudem gab es eine Spendenaktion für die verletzte Frau. 

Täter in psychiatrische Anstalt eingewiesen

Als die Polizei eintraf, ließ Mohamad K., so ist im Film zu sehen, sich nicht beruhigen. Er drohte auch den Beamten, doch sie konnten ihn schließlich unter anderem mit Hilfe von Pfefferspray überwältigen. Später beschädigte er die Tür eines Streifenwagens. Er wurde von einem Notarzt in die psychiatrische Anstalt in Teupitz eingewiesen. Die Polizei berichtet von „akuten psychischen Problemen“.

Davon geht offenbar auch das Gericht aus. Denn in der Prozessankündigung wird bereits von einem „schuldunfähigen Zustand“ bei Mohamad K. gesprochen. Der Asylbewerber aus Syrien wohnte damals in einem Jüterboger Flüchtlingsheim. Hinweise auf Drogenkonsum gab es damals laut Polizeibericht nicht. Zunächst sind zwei Verhandlungstage am Landgericht angesetzt worden.

Von Alexander Engels

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