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Jüterbog B102-Sanierung: Jüterboger Markt wird Sackgasse
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18:17 31.01.2019
Das vierte Teilstück reicht von der Kohlhasengasse bis zur Pferdestraße 44. Hier beginnen die Arbeiten am Montag.
Jüterbog

Die Absperrungen stehen schon bereit: Ab Montag wird Jüterbogs Marktplatz komplett zur Sackgasse. Das teilte der Landesbetrieb Straßenwesen in dieser Woche mit. Während auf den Teilabschnitten 2 und 3 noch immer gearbeitet wird, soll nun planmäßig mit dem vierten Bereich der Sanierung der Bundesstraße 102 begonnen werden.

Der Bauabschnitt 4 ist dafür verkürzt worden: Ursprünglich sollten in der Pferdestraße fast 200 Meter am Stück bearbeitet werden – also von der Kohlhasengasse entlang der Einfahrt vom Karnipp/Markt bis zur Petersiliengasse. Nun sind die Vollsperrung und der Rückbau der Straße zunächst nur bis zur Hausnummer 44 geplant – also auf 80 Metern.

Die Absperrungen stehen bereit. Ab Montag sind 80 zusätzliche Meter von der Kohlhasengasse entlang der Pferdestraße gesperrt. Quelle: Victoria Barnack

Weil sich die Arbeiten auf dem dritten Teilabschnitt vor der Rewe-Einfahrt verzögern, kommt ab Montag niemand mehr vom Markt direkt auf die B 102. Mindestens bis Ende März bleiben die beiden Abschnitte zeitgleich gesperrt.

Teilabschnitte sollten für Entlastung sorgen

Dass Jüterbogs Marktplatz zur kompletten Sackgasse wird, war im detaillierten Plan für die knapp einen Kilometer lange B 102-Sanierung eigentlich nicht vorgesehen. Denn vor Beginn der Gesamtmaßnahme war die Baustelle zwischen Nuthebrücke und Heilig-Geist-Platz in insgesamt fünf Bauabschnitte geteilt worden.

Der Grund: Die Beeinträchtigungen für den Schulbusverkehr und für die Bürger, für Anlieger sowie für den Einzelhandel in Jüterbogs Innenstadt sollten auf diese Weise reduziert werden, hatte die Stadt im Frühjahr 2017 mitgeteilt.

Umfangreiche Archäologische Funde hatten für Verzögerungen in den einzelnen Teilabschnitten gesorgt. Quelle: Isabelle Richter

Dass nur unzureichend über die einzelnen Bauschritte in dem Jüterboger Jahrhundert-Projekt informiert wird, sorgt derweil weiter für Unmut bei den Einzelhändlern. Im Dezember hatte das erste an der B 102 liegende Traditionsgeschäft aufgegeben. Viele andere Läden klagen über sinkende Kundenzahlen wegen der Einschränkungen.

Händler fordern mehr Engagement der Stadt

„Mit den Bauleuten kann man zwar reden und findet auch kurzfristig Lösungen“, berichtet Einzelhändler Günther Kaim, „oft hat man aber noch immer den Eindruck, dass bei diesem großen Vorhaben die eine Hand nicht weiß, was die andere tut.“ Er wünscht sich mehr Rücksicht unter den Anliegern in der Pferdestraße, aber auch mehr Engagement von der Stadtverwaltung für die Innenstadthändler.

„Bei der Sanierung und den Sperrungen sind wir aber immer auf die Planungen des Landesbetriebes angewiesen“, erklärt Bürgermeister Arne Raue (parteilos). Die Stadt beteiligt sich zwar ebenso wie der Wasser- und Abwasserzweckverband an der Maßnahme. Hauptbauträger ist aber das Land.

Das erste Baumaterial liegt bereit. Im Februar soll die acht Wochen dauernde Sanierung auf dem Teilabschnitt 3 beginnen. Quelle: Victoria Barnack

Raue versucht, nun dennoch zu beschwichtigen. „Ich gehe davon aus, dass wir nur kurzfristig mit der Einschränkung leben müssen, dass der Markt zur Sackgasse wird“, sagt er. Laut aktuellem Plan des Landesbetriebes für Straßenwesen soll der dritte Teilabschnitt in acht Wochen fertiggestellt sein. Damit würde die Straße östlich vom Markt vorbei an der Sparkasse und zum Rewe-Parkplatz wieder geöffnet.

Jüterbog bleiben skeptisch

Aufgrund der zahlreichen Terminverschiebungen beim B 102-Bauplan in der Vergangenheit bleibt Jüterbogs Bürgermeister ähnlich wie viele Anwohner dennoch skeptisch: „Das Ziel, Ende März den Teilabschnitt 3 fertig zu haben, ist mutig“, sagt er.

Noch ist auf dem 75 Meter langen Stück noch nicht einmal die Straße komplett zurückgebaut. Bis in dieser Woche waren dort noch Archäologen zugange. Erst, wenn sie das Baufeld freigeben, kann die eigentliche Sanierung starten.

Von Victoria Barnack

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