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Jüterbog Sportlerbaracke soll Generationenhaus werden
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00:23 30.09.2018
Einwohnerin Antje Beier (r.) und Ortsvorsteherin Gabriele Schröder wollen die alte Sportlerbaracke in Kloster Zinna wieder beleben. Quelle: Victoria Barnack
Kloster Zinna

 In Kloster Zinna fehlt etwas: „Der Ort ist zwar schön, aber hauptsächlich für den Tourismus ausgelegt“, sagt Antje Beier, „an der Freizeitgestaltung für die Einwohner fehlt es.“ Die 32-jährige Mutter ist in Kloster Zinna aufgewachsen. Damals gab es noch einen Jugendclub. Dort lernte sie ihren heutigen Ehemann kennen. Das Paar blieb in dem Jüterboger Ortsteil. „Wir sind eng mit Kloster Zinna verbunden und wollten nicht weg“, sagt Antje Beier.

Vielen aus ihrem Freundeskreis ging es ähnlich. „Die meisten sind wegen des sozialen Umfelds geblieben“, erzählt sie. Doch nun mangelt es an einem Ort, an dem sich die junge Generation samt Nachwuchs treffen kann. Deshalb setzt sich Antje Beier gemeinsam mit Ortsvorsteherin Gabriele Schröder für die Sanierung und Umnutzung der alten Baracke am Sportplatz von Kloster Zinna ein.

Auch das vergessene Volleyballfeld könnte in den neuen Dorfplatz integriert werden. Quelle: Victoria Barnack

Aus Baucontainern wurde das Gebäude Anfang der 1990er ursprünglich als Vereinskomplex aufgestellt. Viele Jahre lang diente es dem SV Einheit Kloster Zinna, der direkt nebenan auf dem großen Fußballfeld seine Heimspiele absolvierte. Die Sportler und Freunde des Vereins erweiterten den Bau in Eigeninitiative. Sie sorgten für die Erneuerung der Außenfassade, des Sanitärbereichs und eines Teils der Umkleiden.

Seit dem Sommer existiert der SV Einheit Kloster Zinna mangels Personal allerdings nicht mehr. Erst vor wenigen Tagen erfolgte die Übergabe des Gebäudes an die Stadt Jüterbog. Dass sich nun eine Gruppe von Einwohnern gefunden hat, die die Sportlerbaracke weiterhin nutzen möchte, begrüßt der Verein. „Damit wären unser Engagement und die Arbeit, die die Vereinsmitglieder in den letzten Jahren in die Räume reingesteckt haben, nicht umsonst“, sagt der ehemalige Einheit-Geschäftsführer Steffen Zirnstein.

„Der Platz ist optimal, weil er weit weg vom Verkehr ist“

Die Stadt Jüterbog hat nach der ersten Anfrage der Einwohner eine technische und bauliche Prüfung angekündigt. Denn ob die Räume den heutigen Anforderungen an ein öffentliches Gebäude entsprechen, ist unklar. Dennoch wäre die Sportlerbaracke derzeit die erste Wahl der jungen Kloster Zinnaer. „Der Platz ist optimal, weil er weit weg vom Verkehr ist“, sagt die junge Mutter Antje Beier. Auch ein Volleyballfeld und ein kleiner Fußballplatz sind direkt vor der Tür. Sollte die Baracke genutzt werden können, will sich Beier zudem für eine Erweiterung des bereits vorhandenen Spielplatzes einsetzen. Eine Rutsche und ein paar Sitzbänke existieren bereits, sind aber bei weitem nicht ausreichend für die 76 bis zu zehnjährigen Kinder in Kloster Zinna.

Die Baracke auf dem Sportplatz in Kloster Zinna wurde in den 199er Jahren als Vereinskomplex aufgestellt. Quelle: Victoria Barnack

Interesse an einer Nutzung der Sportlerbaracke haben auch die anderen Einwohner des Jüterboger Ortsteils bekundet. „Wir würden sie gern als generationsübergreifendes Dorfgemeinschaftshaus nutzen“, sagt Ortsvorsteherin Schröder. Den Senioren könnten die Räume als Ort für Weihnachtsfeiern und Spielenachmittage dienen. Für private Feiern sei eine Vermietung denkbar.

Nicht zuletzt soll das Gebäude auch den Jugendlichen im Ort zugute kommen. „Noch sind die meisten klein, aber die Zeit wird kommen und dann ist es uns Eltern lieber, dass sie einen Platz im Dorf haben und nicht nach Jüterbog oder Luckenwalde fahren müssen oder sich an die Bushaltestelle setzen, weil nichts da ist“, sagt Antje Beier.

Von Victoria Barnack

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