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Staffestab und Tränen

Abschied von Thomas de Vachroi als Leiter des Pflegeheims Staffestab und Tränen

Vier Jahre engagierte sich Thomas de Vachroi im Dahmer Pro-Curand-Gesundheits- und Pflegezentrum. Mit der Vision eines besseren Miteinanders war der heute 53-Jährige angetreten. Am Montag wurde er verabschiedet.

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Dahmes Ortswehrführer Karsten Schmidt (r.) ernannte Thomas de Vachroi zum Ehrenmitglied und überreichte ihm neben der Urkunde ein Feuerwehr-T-Shirt zum Abschied.

Quelle: Uwe Klemens

Dahme. „Menschlich bleiben, dabei auch auf Kleinigkeiten achten und immer überlegen, wie man den Bewohnern eines Pflegeheimes, die ja oft sehr plötzlich mitten aus ihrem bisherigen Leben gerissen werden, auch weiterhin die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen kann“, schilderte Thomas de Vachroi das Leitmotiv seiner bisherigen Arbeit im Dahmer Pro-Curand-Gesundheits- und Pflegezentrum.

Vier Jahre lang hat der heute 53-Jährige in diesem Haus gewirkt, die letzten beiden Jahre als Einrichtungsleiter. Mehr als einhundert Gäste aus nah und fern und seine bisherigen Mitarbeiter bescherten ihm am vergangenen Sonnabend eine bewegende Abschiedsfeier. Die zum Trocknen der Abschiedstränen sorgsam zurechtgelegte, große Packung Tempo-Taschentücher war am Ende deutlich leichter.

Mit der Vision eines besseren Miteinanders von Pflege- und Seniorenheim-Bewohnern und der Außenwelt war der heute 53-Jährige vor vier Jahren nach Dahme gekommen. Wusste anfangs kaum jemand etwas mit dem etwas sperrig klingenden Begriff „Rehabilitation und Pflege in der Zukunft“, kurz „Repiz“, anzufangen, fand de Vachroi nach unzähligen Vorträgen und Rund-Tisch-Gesprächen offene Ohren auf Seiten der Politik und offene Hände bei Unternehmern.
Das eigene Haus zum Nutzen aller Beteiligten in bisher nicht probiertem Umfang für gesellschaftliche und kulturelle Aktivitäten zu öffnen, fand schließlich Anklang und gilt inzwischen landesweit als richtungsweisend.

Zwei Jahre nach dem „RePiZ“-Start übertrug ihm die Pro-Curand-AG die Leitung des Hauses. Die Rückkehr zu seinem eigentlichen Platz innerhalb der Berliner Diakonie war dabei von Anfang an geregelt.

Wie schwer der Abschied allen Beteiligten fällt, war am Sonnabend deutlich zu spüren. In eindrucksvollen Worten blickten nicht nur Dahmes Ortsvorsteher Manfred Radan und die Mitarbeiter des Hauses, sondern auch viele der geladenen Gäste auf die Erfolge und Niederlagen des vierjährigen Miteinanders zurück. Mit Blaulicht und Martinshorn rückte sogar Dahmes Feuerwehr an und würdigte das Engagement de Vachrois mit einem dreifach „Gut Schlauch“ und seiner Ernennung zum Ehrenmitglied.
Ein filmischer Zusammenschnitt der Aktivitäten am Ende der mehr als zweistündigen Abschiedszeremonie rührte nicht nur Thomas de Vachroi zu Tränen. „Uff – jetzt bin ich erst mal fertig – so ein Abschied geht an die Substanz“, lautete im Anschluss sein Kommentar.

Auch Zeit für die symbolische Übergabe des Staffelstabes an seine Nachfolgerin Gabriele Henkel, der bisherigen Pflegedienstleiterin des Hauses, fand sich. Weiterhin auf dem eingeschlagenen Erfolgskurs zu bleiben, lautete deren Versprechen.

„Ich besuche Sie bald wieder, spätestens Weihnachten schaue ich mal vorbei“, tröstete Thomas de Vachroi die vielen Heimbewohner, die ihn, oft mit Tränen in den Augen, zum Abschied noch einmal umarmen wollten. Den Staffelstab überreichte Thomas de Vachroi nun an Gabriele Henkel.

Von Uwe Klemens

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