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Traditionelles Brühtrog-Rennen

Bochow Traditionelles Brühtrog-Rennen

Das wird wieder ein Heidenspaß: Tollkühne Männer und wagemutige Frauen in Holztrögen auf dem Wasser. In Bochow veranstaltet die Feuerwehr am Sonnabend ihr traditionelles Brühtrog-Rennen über den Dorfteich. Wer trocken ankommt, hat gute Chancen, zu gewinnen.

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Ralf Körth (li.) und Michael Wendler beim Aufschichten des Holzes für das Teichfeuer, das gegen 21 Uhr entzündet werden soll.

Quelle: Uwe Klemens

Bochow. „Die Chancen trocken am Ufer anzukommen, stehen fifty-fifty“, sagt Ralf Körth und blickt mit verschmitztem Gesicht schon auf das Brühtrog-Rennen voraus, das am Sonnabend zum 13. Mal auf dem Bochower Dorfteich stattfinden wird. Zahlreiche Helfer fanden sich dazu bereits am Mittwochabend auf dem Festgelände ein, um das Festzelt aufzubauen und mitten im See den Holzstapel für das Teichfeuer zu richten.

Veranstalter des feucht-fröhlichen Festes ist, wie in jedem Jahr, die Bochower Feuerwehr, die den Brauch des Brühtrog-Rennens vor 23 Jahren aus Bayern importierte. In diesem Jahr ist die Veranstaltung zugleich der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 110-jährigen Bestehen der Bochower Feuerwehr. Bereits um 11 Uhr werden Kameraden anderer Wehren zu einen Festappell vor dem Feuerwehrgerätehaus erwartet. Im Anschluss beginnt am Teich das eigentliche Fest. Um 13 Uhr sticht der erste Brühtrog in See.

Bayern-Import für die Bochower

Mit Brühtrog und Reisigbesen über den Dorfteich

Mit Brühtrog und Reisigbesen über den Dorfteich.

Quelle: H.-Dieter Kunze (Archivbild)

Wie so oft im Leben, stand auch bei der Idee zum Brühtrog-Rennen der Zufall Pate. Als Bettina und Olaf Schendel, die beide zur Bochower Feuerwehr gehören, 1994 in Berlin ein Straßenfest besuchten, stießen sie auf Kameraden aus Filchendorf in der Oberpfalz. Die damals begründete Freundschaft zwischen beiden Wehren hat bis heute gehalten, gegenseitige Besuche inklusive. Bei ihrem Antrittsbesuch in Bayern wurden die Bochower zum dortigen Sautrog-Rennen eingeladen. Die Disziplin hat sie so beeindruckt, dass noch im selben Jahr in Bochow zum ersten Mal Wagemutige in Gummistiefeln und mit einem Reisigbesen im Trog über den Dorfteich schipperten.

Auch an diesem Wochenende werden Filchendorfer Kameraden gegen die Brandenburger Konkurrenz in den Bottich steigen. Während es das Sautrog-Rennen bei ihnen heute nicht mehr gibt, halten die Bochower Kameraden die Tradition am Leben.

„Wilde Sau“ und „Flotter Eber“ erhöhen die Chancengleichheit

Um wenigstens ein wenig für die Chancengleichheit zu tun, gibt es, je nach Gewichtsklasse der Bottich-Kapitäne, zwei Wertungsklassen, die in zwei unterschiedlich wuchtigen Trögen ins Rennen zu geben. „Wilde Sau“ und „Flotter Eber“ haben die Bochower die beiden Tröge getauft. Dass der eine oder andere Trog in dem etwa 1,50 Meter flachen Gewässer untergeht, ist eigentlich vorgesehen und sorgt alle Jahre wieder für Begeisterung, vor allem unter den Zuschauern am Ufer. „Bislang haben wir acht Voranmeldungen, aber erfahrungsgemäß melden sich danach viele weitere, die einzeln oder spontan ins Boot steigen“, sagt Körth. Auch die Bochower Kameraden werden ihr Glück versuchen, geben sich aber wenig Chancen, den Wanderpokal zurück zu erobern, der seit dem letzten Rennen in Langenlipsdorf steht.

Zum weiteren Programm gehören der Auftritt von Kita-Kindern, der Einsatz des Brandschutzmobils und Vorführungen des Roten Kreuzes mit dem Rettungsboot. Am Abend gibt es eine Diskothek und ein Feuer auf der Mitte des Teiches.

Von Uwe Klemens

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