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Jüterbog Unternehmer aus Teltow-Fläming setzen auf Optimismus
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Unternehmer aus Teltow-Fläming setzen auf Optimismus
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11:13 22.10.2013
Silke Bigalke leitete gestern einen Workshop für Unternehmer. Quelle: Aglaia Adam
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Jüterbog

Bei der Eröffnung in den Räumen der Kreishandwerkerschaft in Jüterbog richtete Jörg Peschke das Wort an die neue Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Nur wenn die Politik die richtigen Weichen stelle, könnten die Wirtschaft und damit der Landkreis blühen. „Wir hoffen, dass mit dem Elan und Schwung der neuen Landrätin begonnene Projekte vorangetrieben werden“, sagte der Kreishandwerksmeister. Wichtig sei vor allem die Fertigstellung der B 101. „Wir im Süden sind darauf angewiesen, dass die ländliche Region erreichbar und damit attraktiv für Unternehmen wird.“

Zum vierten Mal findet die Wirtschaftswoche statt, ihr Motto lautet dieses Jahr: „Teltow-Fläming, eine Region mit Zukunft!“ Erstmals läuft die Veranstaltung unter Regie des Kreises, auch das Konzept ist neu. So wurden die Kommunen stärker einbezogen, sie konnten eigene Akzente setzen.

Die Wirtschaftswoche zeige, wie gut „kommunale Familie“ funktioniere, sagte Landrätin Kornelia Wehlan in ihrer Begrüßungsrede. Es gehe nicht nur um Infrastruktur und Fördermöglichkeiten, sondern auch um die Sicherung des Fachkräftebedarfs. „Auch in der Verwaltung geht die Zahl der Bewerbungen zurück“, so Wehlan.

Die Probleme in der Bildungspolitik sprach Peschke an. „Zu viele junge Menschen verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss, ein großer Teil der Schulabgänger kann nicht ordentlich lesen, schreiben und rechnen.“ Für die Veranstaltung „Azubisuche leicht gemacht“, ein Workshop, der gestern in Jüterbog stattfand, warb der Jüterboger Bürgermeister Arne Raue. In Anbetracht des Azubi-Mangels könne man zwar sagen: „Der Raue ist umnachtet.“ Doch er habe den Glauben an die Jugend nicht verloren. „Es gibt viele, die anpacken wollen.“

Den Workshop leitete Silke Bigalke, Regionalmanagerin von der Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg (Lasa). Sie rollte das Problem von der anderen Seite auf. Die Unternehmen müssten sich fragen, was sie zu bieten haben, um junge Menschen zu locken. „Wenn ich alles will, aber wenig bieten kann, brauche ich mich nicht wundern, wenn die Zielgruppe ziemlich klein wird.“

Dem gleichen Thema nimmt sich auch die Gemeinde Nuthe-Urstromtal an. Sie hat heute von 15 bis 17 Uhr einen Nachmittag rund um das Thema „Regional und familienfreundlich in die Zukunft“ geplant. Den Fachkräftebedarf stellt die Lasa vor. Auch die Berufsorientierungstournee für achte und neunte Klassen heute in Dahme an der Otto-Unverdorben-Oberschule richtet sich an den Nachwuchs.

„Wir dürfen keine Luft daran lassen, dass Teltow-Fläming zu den wirtschaftsstärksten Regionen Ostdeutschlands gehört“, sagte Kornelia Wehlan. Sie wies außerdem auf die Stärkung des Tourismus im südlichen Landkreis hin. Dies steht am Dienstag von 15 bis 18 Uhr im Biotechnologiepark in Luckenwalde auf der Agenda, wenn Tourismus-Akteure die Zukunft des Tourismus aber auch der Ernährungswirtschaft diskutieren. Ihren Höhepunkt erreicht die Wirtschaftswoche am Donnerstag bei der Verleihung des Wirtschaftspreises Teltow-Fläming.

Von Aglaja Adam

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