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Jüterbog Vater des Brandstifters von Jüterbog wehrt sich gegen sein Urteil
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Vater des Brandstifters von Jüterbog wehrt sich gegen sein Urteil
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11:39 13.07.2018
Der Brandsatz der Täter durchschlug nur die erste Scheibe der Doppelverglasung der Unterkunft und drang nicht in das Gebäude ein. Die Flammen hinterließen Rußspuren an der Fassade und verbrannten den Rasen vor dem Fenster, das zu einem Abstellraum gehört. Quelle: Victoria Barnack
Jüterbog

Nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Jüterbog (Teltow-Fläming) hat der Vater eines Brandstifters Revision gegen seine Verurteilung eingelegt. Das sagte der Pressesprecher des Landgerichts Potsdam, Sascha Beck, am Freitag auf Anfrage. Der 44-Jährige war am Montag wegen versuchten Mordes zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Nach Auffassung des Gerichts hatte der Mann seinen damals 20 Jahre alten Sohn und einen weiteren jungen Mann im Oktober 2016 zu dem Anschlag mit Molotowcocktails auf ein Heim für minderjährige Flüchtlinge angestiftet. Dem Mann war eine „gefestigte rechtsradikale Einstellung“ bescheinigt worden.

Der 20 Jahre alte Mittäter hatte - ebenfalls wegen versuchten Mordes - drei Jahre Jugendstrafe erhalten. Der Sohn war bereits im vergangenen November zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und 200 Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim verurteilt worden. Beide Täter hatten jeweils einen Molotowcocktail auf das Heim geworfen - einer prallte ab, der andere setzte eine Gardine in einem Abstellraum in Brand. Verletzt wurde niemand. In dem Heim lebten etwa 20 Menschen.

Von Gudrun Janicke

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