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Vom Hort an den Herd

Waltersdorf Vom Hort an den Herd

Jüterboger Schüler besuchen die Küche ihres kritisierten Trebbiner Caterers und lernen etwas über Kochen ohne Fertigzutaten. In einem Kochworkshop erfahren sie wie sie sich mit frischen Zutaten ein leckeres Menü ganz schnell selbst zaubern. Danach folgte der Probiertest.

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Steffen Schwarz (l.) zeigte den Hort-Kindern von Erzieherin Ines Regner, wie man Gemüse für ein Ratatouille zerkleinert.

Quelle: Isabelle Richter

Waltersdorf. Nach etwa eineinhalb Stunden stand das fertige Mittagessen auf dem Tisch. 13 Hortkinder der Geschwister-Scholl-Schule in Jüterbog und zwei Erzieherinnen hatten zuvor geschnippelt was das Zeug hält. Sie waren zum gemeinsamen Kochen am Mittwochvormittag nach Waltersdorf bei Berlin eingeladen worden. Organisiert wurde der Ausflug von der Firma Clauert Catering, die jüngst von Jüterboger Eltern viel Kritik an ihrem Schulessen einstecken musste. Der Caterer hatte sofort Gesprächsbereitschaft zum Thema Ernährung signalisiert, Jüterboger Stadtverordnete hatten sogar einen kurzfristigen Mensa-Essen-Test durchgezogen.

Das Schulessen kommt aus Trebbin

Unabhängig davon wurden schon vorher Kochkurse mit zusätzlicher Kräuterkunde von der Trebbiner Firma regelmäßig an der Grundschule angeboten. Der Termin mit den Hortkindern aus den Klassenstufen 1 bis 4 stand bereits vor der Diskussion fest.

Clauert Catering hat seine Küche eigentlich in Trebbin, von wo aus auch die Schulen beliefert werden. Da die Firma jedoch eng mit der „Metro Acedemy“ zusammenarbeitet und ihre eigenen Köche dort schult, empfand Kevin Willert die Waltersdorfer Räumlichkeiten als passender. „Hier haben wir mehr Ruhe“, erklärt der Leiter der Clauert-Cateringabteilung.

Bei Kindern sollte nicht zu stark gewürzt werden

In dem kleinen Kochkurs sollen die Kinder vor allem an frisches Essen ohne Zusätze herangeführt werden und einen Einblick in die Zubereitung bekommen. Steffen Schwarz von der „Metro Academy“ erklärte den Kindern, dass Geschmacksverstärker oft für eine falsche Wahrnehmung sorgen. Frisches Essen erscheint im Gegensatz zu Fertiggerichten oft als zu lasch gewürzt. Ein Kritikpunkt, den auch Kevin Willert kennt. Das Essen seiner Firma richtet sich an Altersgruppen von Krippen-Kindern bis Schülern. Die Vorgaben sind streng geregelt. „Kinder dürfen einfach noch nicht so scharf essen wie Erwachsene“, erklärte Willert.

Einige Schüler kochen bereits mit ihren Eltern

Zusammen mit Steffen Schwarz machten die Schollschüler ein Nudelgericht. Und die Nudeln kamen nicht aus der Tüte, sondern wurden selbst gemacht. Dazu gab es ein Ratatouille oder alternativ eine Champignonsoße. Das macht einen Portionswert von drei bis vier Euro.

Unter den Kindern sind sogar schon ein paar Profis am Werk. „Das sieht ja schon aus wie Chefkoch Florian hier“, sagt Erzieherin Gabriela Hannemann über einen ihrer Schützlinge. Florian erzählt: „Ich koche jedes Wochenende mit meinen Eltern.“ Der Viertklässler weiß zum Beispiel, wie er Zutaten richtig abmisst.

Jeden Geschmack zu treffen ist nicht leicht

Beim gemeinsamen Essen fällt das Urteil über die Eigenkreation überwiegend positiv aus. Dass die Geschmäcker verschieden sind, lässt sich aber auch hier nicht vermeiden. Veronique hat auf ihrem Teller etwas übrig gelassen. „Ich esse lieber Fischstäbchen“, berichtet sie. Bei der Frage nach dem Schulessen sagt Jason: „Ich finde es generell gut.“ Verbesserungspotenzial sehen er und seine Mitschüler aber bei Kartoffeln und Soßen.

Von Isabelle Richter

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