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Jüterbog Wechsel-Saison in den Kfz-Werkstätten
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Wechsel-Saison in den Kfz-Werkstätten
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00:34 30.04.2018
Paul Schulze beim Reifenwechsel in seiner Dahmer Werkstatt Quelle: Nils Rosnau
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Jüterbog

Die Reifenwechselsaison ist fast vorbei. „Von O bis O“ lautet die Faustregel: Von Oktober bis Ostern sollte man Winterreifen fahren und andersherum die Sommerreifen. Das hat zur Folge, dass zur Osterzeit viele Autofahrer zur nächsten Werkstatt fahren um ihre Bereifung auf Sommerpneus zu wechseln.

Halber Arbeitstag geht für Reifenwechsel drauf

Jeder Autofahrer weiß das. „Und doch kommen viele Leute erst auf den letzten Drücker vorbei“, sagt Thoralf Schenke (53), Chef bei Autoreparatur Schenke in Illmersdorf. „Das belastet uns ganz schön, weil ja auch noch andere Dinge anfallen außer Reifenwechseln. Durchschnittlich vier bis fünf Stunden unseres Arbeitstages investieren wir nur in Radwechsel“, so der Chef eines Fünf-Mann-Betriebs weiter.

Thoralf Schenke, Inhaber Autoreparatur Schenke in Illmersdorf. Quelle: Nils Rosnau

Dieses Problem kennt auch Jens Erdmann (34) mit seiner Werkstatt in Rietdorf. „Alle wollen immer sofort ihre Räder gewechselt haben, obwohl wir eigentlich mehr Zeit brauchen“, berichtet er.

Im Winter ohne passende Reifen wird teuer

Aber nicht jeder hat dieses Problem. „Bei uns kamen fast alle zur Osterzeit, um ihre Reifen wechseln zu lassen. Jetzt gibt es zwar immer noch ein paar Nachzügler, aber das ist eben so. Wir haben damit kein Problem“, sagt Paul Schulze, der mit 74 Jahren immer noch als Kfz-Meister in seiner Werkstatt in Dahme arbeitet.

„Trotzdem ist es gut, dass die Leute immer wieder die Bereifung wechseln müssen“, fügt Thoralf Schenke noch hinzu. Gesetzlich ist es festgelegt, dass man der Jahreszeit angepasste Reifen am Auto haben muss. Wer in kalten Jahreszeiten ohne Winter- oder Allwetterreifen erwischt wird – oder gar einen Unfall baut –, der kann zur Rechenschaft gezogen werden. Das beginnt mit einer Geldstrafe von 60 Euro und einem Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg. Kommt es gar zu einem Unfall, wird das Bußgeld auf 120 Euro erhöht plus Punkt in Flensburg.

Beim Reifenwechsel noch Bremsenschäden entdeckt

Für die Werkstätten bedeutet dies – bei allem saisonalen Stress – eine garantierte Auftragslage. „Durch die Reifenwechsel bekommen wir meist auch Folgeaufträge, da wir erst beim Wechsel einen richtigen Blick auf die Räder bekommen“, berichtet Paul Schulze. Bei ihm sei es vorige Woche erst vorgekommen, dass ein Kunde seine Reifen wechseln lassen wollte und Schulze bei der Gelegenheit feststellte, dass die Bremsen ziemlich verschlissen waren. Der Kunde veranlasste sofort einen Termin, um dies zu beheben.

Jens Erdmann, Inhaber Automeisterwerkstatt in Rietdorf Quelle: Nils Rosnau

Der Sinn des Reifenwechsels ist eine Dauer-Diskussion, weiß Thoralf Schenke. Seine Meinung: „Winter- und Sommerreifen sind einfach besser“. Paul Schulze erläutert: „Es ist einfach nicht das Gleiche. Allwetterreifen haben nicht genügend Grip und sind eben nur eine Mittellösung. Winterräder haben deutlich mehr. Aber im Sommer hat man mit Allwetterreifen kein Problem.“ Das sieht auch Jens Erdmann so, schränkt aber ein: „Nur für Menschen, die selten mit dem Auto fahren, lohnen sich Allwetterreifen.“

Von Nils Rosnau

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