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Jüterbog Workaholic mit Herz soll beliebtester Pflegeprofi werden
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00:18 20.05.2017
Pfleger Marian-Willi Beyer: Seine Arbeit reicht von Schreibtisch bis Pflegebett Quelle: Isabelle Richter
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Jüterbog

„Man kann den Patienten natürlich am Bett waschen“, sagt Marian-Willi Beyer „für mich ist es aber normal, dass er sich am Waschbecken wäscht.“ Normalität im Umgang mit Kranken – das ist das Geheimnis des Intensivpflegers aus Jüterbog. Obwohl es so einfach klingt, ist dieses Prinzip längst nicht selbstverständlich.

Eine der Nominierungen kommt aus Nordrhein-Westfalen

Das weiß auch eine 60-jährige Duisburgerin zu schätzen und nominierte den jungen Pfleger kurzerhand über das Internet für den Wettbewerb um Deutschlands beliebtesten Pflegeprofi. Der Verband der Privaten Krankenversicherungen möchte damit die Wertschätzung der Pflege vorantreiben, denn „für Herzlichkeit wird man nicht bezahlt“, sagt auch Marian-Willi Beyer.

Aber wie kommt eine Frau aus der 650 Kilometer entfernten Stadt ausgerechnet auf ihn? „Sie ist die Tochter eines Patienten und hat ein ganz enges Verhältnis zu ihrem Vater“, klärt Marian-Willi Beyer auf.

Obwohl der Vater der Frau erst im vorigen Jahr in die Jüterboger Einrichtung kam, hat der Pfleger bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen und hält regelmäßig Kontakt zu der Duisburgerin. Und die ist mit ihrer Meinung nicht allein, denn Marian-Willi Beyer wurde mehrmals vorgeschlagen.

Ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten ist sein Ziel

Der gelernte Altenpfleger und ausgebildete Pflegeexperte für Beatmung und Wachkoma kümmert sich um Menschen, „die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind“, sagt er.

Sein Arbeitsplatz ist die Außerklinische Intensivpflege von WIB Homecare in Jüterbog, wo er unter anderem Menschen behandelt, die von ihrem Umfeld scheinbar nichts mitbekommen. Scheinbar – denn Marian-Willi Beyer weiß es besser und hat deswegen an sich selbst den Anspruch, das Leben seiner Patienten so gewohnt wie möglich zu gestalten.

Wie Babys müssen die Patienten alles wieder neu erlernen

So spricht er beispielsweise mit ihnen wie mit seinen Freunden und achtet penibel auf ihr Äußeres. Die Bemühungen um ein kleines Stück Lebensqualität gehen an seinen Patienten nicht spurlos vorbei.

Einige haben sich sogar über den ersten Augenkontakt wieder zurück in das eigenständige Leben gekämpft. „Am Anfang ist es wie bei Babys. Der schönste Moment für mich ist, wenn die Patienten wieder essen können“, erzählt Marian-Willi Beyer.

Der Workaholic wollte schon immer in der Heimat bleiben

Der bodenständige Pfleger kaufte sich vor rund sechs Jahren ein Haus in Kloster Zinna. Wegziehen, um die beruflichen Träume zu erfüllen – Marian-Willi Beyer hielt das nicht für nötig.

„Für mich war immer klar, dass ich hier bleibe und auch hier was erreichen kann“, sagt der junge Pfleger über seine Heimat. Inzwischen unterstützt er auch die Geschäftsleitung, denn er ist ein „Workaholic“, wie seine Freunde sagen.

Das Voting läuft noch bis Ende Mai

Bis zum 31. Mai kann für ihn noch online auf www.deutschlands-pflegeprofis.de abgestimmt werden. Einfach auf das Herz klicken, danach unten rechts auf „Auswahl bestätigen“ gehen und fertig. Sonst zählt die Stimme nicht. Ebenfalls aus Jüterbog nominiert sind das Team vom Johanniter-Seniorenzentrum und die Pflegedienstleiterin Marika Möhle.

Von Isabelle Richter

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