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Jüterbog „Zuhause im Glück“ selbst gemacht
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog „Zuhause im Glück“ selbst gemacht
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08:57 07.07.2017
Zu Beginn der Arbeiten standen die Helfer in dem alten Haus vor einer riesigen Herausforderung. Quelle: foto: privat
Neuheim

Bianca Weiß kann endlich wieder lachen. Vor wenigen Tagen feierte sie ihren 32. Geburtstag mit ihrer Familie und ihren Freunden.

Doch es war kein gewöhnlicher Geburtstag, denn die Neuheimerin wollte auf der Feier ein besonderen Dank an alle Gäste aussprechen. „Es ist schön zu wissen, dass alle hinter einem stehen“, sagt die junge Mutter sichtlich überwältigt von ihren Gefühlen.

Ein schwerer Schicksalsschlag wurde zum Auslöser

Im vergangenen Jahr hatte Bianca Weiß noch einmal mehr gemerkt wie wichtig dieser Rückhalt für sie ist. Ihre Angehörigen und Freunde bescherten ihr nämlich ein neues Wohngefühl und gaben ihr damit Kraft für die Zukunft. Bis zum 17. März 2016 war für die 32-jährige alles perfekt.

Gerade erst hatten sie und ihr Lebensgefährte, Marco Wilhelm, sich ein Haus in Neuheim gekauft. Gemeinsam wollten sie das alte Objekt für sich und ihre drei Kinder im modernen Stil umbauen. Doch dann traf die kleine Familie ein schwerer Schicksalsschlag. Marco Wilhelm verstarb plötzlich und unerwartet mit nur 36 Jahren.

Familie und Freunde wünschten sich nur eins: Ein Lächeln

Ein Schock für das ganze Umfeld des jungen Mannes – vor allem für seine Partnerin. Denn für Bianca Weiß brach zunächst eine Welt zusammen, Die junge Frau hatte lange Zeit mit dem großen Verlust zu kämpfen.

Auch für Freunde und Familie war der Tod des beliebten Mannes schwer zu verkraften. Trotzdem hatten sie nur ein Ziel vor Augen – da zu sein für seine Freundin. Schwägerin Diana Kirbach sagt: „Wir wollten sie einfach mal wieder lächeln sehen.“

In Rekordzeit meisterten die Helfer den umfangreichen Ausbau

Als Bianca Weiß im November letzten Jahres mit ihren drei Kindern zur Kur fuhr, konnte sie nicht ahnen, was sie bei ihrer Rückkehr erwarten würde. Direkt nach ihrer Abreise begannen die fleißigen Helfer mit dem Ausbau ihres Hauses – in Rekordzeit.

Nur drei Wochen blieben ihnen für das größtenteils noch im Rohbauzustand befindliche Heim. Initiator der ganzen Aktion war Stephan Jendrny – ein enger Freund und früherer Arbeitskollege des verstorbenen Marco Wilhelm. Er trommelte heimlich alle Beteiligten zusammen und hatte bereits zwei Monate zuvor einen festen Plan entwickelt.

So fragte er Bianca Weiß ganz unbemerkt einige Wochen zuvor über ihre Gestaltungswünsche aus.

Auch Firmen beteiligten sich ohne Gegenleitung

Seine anfängliche Idee, nur das Badezimmer im obersten Stock fertigzustellen, wurde schnell verworfen. Immer mehr Menschen aus Neuheim und Umgebung wurden auf das Projekt aufmerksam.

Von Fliesen bis Fußbodenheizung und Malerarbeiten beteiligten sich schon bald rund zehn Firmen und genauso viele private Helfer an dem Ausbau – ganz selbstverständlich ohne Gegenleistung. „Ich war die letzten zwei Wochen von früh um sieben bis abends um elf, zwölf hier“, berichtet Stephan Jendrny.

Er schätzt die Gesamtkosten für die Bauarbeiten auf etwa 20 000 bis 25 000 Euro.

Nach der Rückkehr war die Freude groß

Dabei stand der Plan anfangs noch auf der Kippe. „Am schwersten war es den Schlüssel zu kriegen“, erinnert sich der Fliesenleger. Unter dem Vorwand, man müsse doch ab und zu einmal nach dem rechten sehen, bekamen sie den Schlüssel aber doch.

An die Rückkehr am 6. Dezember erinnert sich Bianca Weiß noch ganz genau: „Die Einfahrt war sauber und der Müll weggeräumt. Dann musste ein Kind auf die Toilette und da haben sie schon geschrien vor Freude.“

Von Isabelle Richter

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