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Jüterbog Zur Panzerfahrt in den Fläming
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08:24 29.05.2017
Gut getarnt: Der Hetzer aus Wehrmachtszeiten war für viele Besucher am Wochenende ein Hingucker – wenn sie ihn denn entdeckt hatten. Quelle: Isabelle Richter
Altes Lager

Zugegeben – etwas mulmig ist es für einen Laien anfangs schon, wenn man sich plötzlich zwischen riesigen und tonnenschweren Militärfahrzeugen befindet, die lautstark vorüberbrettern. Für echte Liebhaber ist es aber genau das, was ihnen Gänsehaut bereitet.

Ein solcher Fan ist Mario Scheunemann. Und noch mehr: Er ist der Vorsitzende des Jüterboger Geschichtsvereins Sankt Barbara, der am Wochenende mir seiner alljährlichen Garnisonschau in Altes Lager 3000 Besucher anzog. „Wenn man einmal damit angefangen hat, kommt man nicht mehr davon weg“, erklärt er die Begeisterung für Militärgeschichte und -technik.

Besucher erleben hier die bunte Vielfalt

Neben den vielen historischen Fahrzeugen gibt es aber noch mehr zu sehen. Alte Soldaten-Fahrräder zum Beispiel sowie unzählige (nicht mehr funktionierende) Waffen. Einige haben sich viel Mühe gegeben das frühere Flair aufrecht zu erhalten – von Militäruniformen aller Art bis hin zur Lazarettschwester ist alles dabei.

Christina Bernard gefallen die Kostümierungen ganz besonders. Sie ist das erste Mal mit ihrem Mann mitgefahren, der solche Treffen bereits seit mehreren Jahren gern besucht. „Es gibt viel zu gucken, viel Historie und einen Flohmarkt – sozusagen die bunte Vielfalt“, sagt die junge Mutter. Für ihre Tochter ist auch etwas dabei: Ihr gefallen die Pferde am besten.

Nicht nur für Geschichtsfreaks interessant

Das Gros der Besucher kam in Familie, denn man muss nicht unbedingt ein Geschichtsfreak oder ein Hobbyschrauber sein, um Spaß bei der Garnisonsschau zu haben. Christina Bernhard möchte unbedingt noch das Schießen ausprobieren. Eine rasante Panzerfahrt durch das staubige Gelände hat man auch nicht alle Tage. Für Freunde von weniger Action ist der Gang durch das Museum oder das Schlendern über den Flohmarkt ausreichend.

Daniel Gastreich nimmt seine Freunde gern mit auf eine Spritztour

Dort finden sich mitunter alte Teile, nach denen der ein oder andere schon lange sucht. Daniel Gastreich ist wohl einer der jüngsten Aussteller bei dem Militärfahrzeugtreffen. Der 24-jährige ist mit einer kleinen Gruppe aus Hannover angereist und zeigt seinen Steyr aus dem Jahr 1979. Vor Jahren kaufte er der Transporter österreichischer Bauart von einer Schweizer Feuerwehr für 16 045 Euro.

Nicht gerade ein billiges Hobby, doch dafür ist sein kleines, wendiges Fahrzeug auch im Alltag ganz gut zu gebrauchen. Es genügt die Führerscheinklasse B. „Damit kann man locker auch mal in die Stadt fahren“, erzählt Daniel Gastreich. Viele seiner Freunde nutzen die Gelegenheit auf eine Mitfahrt und finden sein Hobby „cool“.

Das Highlight war ein deutscher Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg

Deshalb sind kleinere Ausflüge mit dem geschichtsträchtigen Wagen keine Seltenheit. Allerdings ist der Steyr ein ziemlicher Spritschlucker. Er verbraucht auf der Straße etwa 13 bis 15 Liter pro 100 Kilometer. „Im Gelände kann man das schon pro Stunde rechnen“, berichtet Daniel Gastreich.

Für ihn ist bei der Garnison aber ein ganz anderes Fahrzeug der Hingucker: der Hetzer, ein deutscher Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Mario Scheunemann kaufte ihn völlig zetrümmert und restaurieret ihn in 14 Jahen mühevoll. Dieses Jahr war er so gut getarnt, das ihn im Stillstand kaum jemand entdeckte.

Von Isabelle Richter

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