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Jüterboger Gärtner rüsten sich für die Saison

Frühling in Teltow-Fläming Jüterboger Gärtner rüsten sich für die Saison

Die Gartenanlage Kappan in Jüterbog ist aus dem Winterschlaf erwacht. Am Wochenende wurde dort das Wasser angestellt. Die MAZ hat sich in der Gartensparte umgeschaut und mit den Hobbygärtnern über die kommende Saison gesprochen.

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Keine Zeit, das schöne Wetter zu genießen: Alexandr Gogolev werkelt in seinem Garten an einem neuen Gewächshaus.



Quelle: Josefine Sack

Jüterbog. Wer glaubt, Kleingärtner liegen in den Wintermonaten auf der faulen Haut, der irrt. „Gewerkelt wird das ganze Jahr über“, sagt Rolf Lehmann, Vorsitzender der Jüterboger Kleingartenanlage Kappan. Schon wenn es draußen noch kalt ist, basteln die Hobbygärtner an Vogelhäuschen, reparieren Gartengeräte und schmieden Pläne für den Frühling. Richtig los geht es dann mit den ersten Sonnenstrahlen.

Am Sonnabend ist am Kappan das Wasser angestellt worden. Doch schon seit ein paar Wochen rüsten sich die Gärtner für die schöne Jahreszeit. Spätestens seit dem Wochenende herrscht in der Gartensparte an der Bundesstraße 102 aber Hochbetrieb. „Etwas Schöneres als hier draußen im Garten zu sein, gibt’s nicht“, ist Karl-Heinz Goedecke überzeugt. Für ihn hat die Gartensaison schon im März begonnen. Obwohl ihm sein Bein nach einem Bruch im vergangenen Herbst noch zu schaffen macht, verbringt der Rentner täglich bis zu zehn Stunden in seiner 1200 Quadratmeter großen Parzelle. „Es gibt immer irgendetwas zu friemeln“, sagt der 77-Jährige. Ein Blick in die Beete zeigt, dass sich die Arbeit gelohnt hat: Für Frühjahresstimmung sorgt ein buntes Meer aus Hya

Viel zu tun

Viel zu tun: Edelgard Goedecke pflanzt Kohlrabi.

Quelle: Josefine Sack

Obwohl der Schrebergarten längst aus dem Winterschlaf erwacht ist, gönnen sich Karl-Heinz Goedecke und seine Frau Edelgard keine Pause: Während er den Rasenmäher in Gang bringt, pflanzt sie Kohlrabi und Blumenkohl . Noch kommen die Setzlinge unter die Haube – zum Schutz gegen die Kälte in der Nacht. Als nächstes soll der Swimmingpool mit Wasser befüllt werden. Dann kann der Sommer kommen und mit ihm die Kinder, Enkel und Urenkel, die in der warmen Jahreszeit regelmäßig zu Besuch kommen. Denn der Garten am Kappan hat bei Familie Goedecke Tradition: Schon Goedeckes Vater bewirtschaftete 1946 an derselben Stelle ein Stück Land. „Wir Gören mussten mit hin zum Helfen“, erinnert sich der Rentner. Gleich nebenan hat sein Bruder eine Parzelle. Ein Leben ohne Garten kann sich Goedecke nicht vorstellen: „Ich werde gärtnern, solange ich krauchen kann“, sagt er.

Auch Ingeborg Friedrich hält das Gärtnern fit: Mit 84 Jahren zählt sie mit zu den ältesten Pächtern in der Gartensparte. Mehrmals in der Woche radelt sie von Altes Lager zum Kappan. Kohlrabi, Salat und Erdbeeren hat sie bereits in die Erde gebracht. „Als nächstes kommen die Kartoffeln dran“, sagt die Rentnerin. Das Umgraben überlässt sie ihrem Sohn, der in Berlin wohnt. Er hat sich zum Helfen am kommenden Wochenende angeboten: „Alles schafft man eben doch nicht mehr allein.“ Bevor sie nachmittags nach Hause radelt, schaut Ingeborg Friedrich oft noch bei den Goedeckes, ihren Nachbarn, zum Kaffeekränzchen vorbei.

Karl-Heinz Goedecke macht den Rasenmäher fit

Karl-Heinz Goedecke macht den Rasenmäher fit.

Quelle: Josefine Sack

Für Kaffee und Kuchen hat Alexandr Gogolev ein paar Gärten weiter keine Zeit Er werkelt an seinem neuen Gewächshaus. Für die Montage hatte er sich in der vergangenen Woche extra ein paar Tage Urlaub genommen. Das alte hat er abgerissen: „Das war schon ganz krumm.“ Sobald das neue fertig ist, will seine Frau Tomaten anpflanzen, erzählt der Hobbygärtner aus Jüterbog – wobei Hobbygärtner eigentlich zu viel gesagt ist. Die Gartengestaltung übernehmen bei Familie Gogolev die Frauen. „Die Beete und Blumen, das macht alles meine Frau“, sagt Gogolev. Das blaue Gartentor und die Laube hat seine Tochter mit rosafarbenen Blumenmustern verziert. Er selbst sei „fürs Grobe“ zuständig. Nach dem Gewächshaus wartet schon das nächste Projekt: „Der Rasen muss vertikutiert werden“, sagt er und macht sich wieder an die Arbeit.

Von Josefine Sack

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