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Teltow-Fläming Jüterboger Musikschüler seit Jahren dabei
Lokales Teltow-Fläming Jüterboger Musikschüler seit Jahren dabei
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00:37 27.06.2015
Musiker-Nachwuchs: Philipp Goschala, Matthias Unnerstall, Moritz Bosch, Maria Lara Berger, Sofie Hoyer und Carla Anderer (v.l.). Quelle: Martina Burghardt
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Jüterbog

Denselben Takt immer und immer wieder üben, solange, bis die Stelle auch im Schlaf sitzt. Das ist mühsam. Ob am Klavier, auf der Gitarre, dem Schlagzeug oder der Flöte – selbst die Begabtesten kommen ohne Arbeit nicht voran. „Gerade am Anfang von einem großen Stück ist das anstrengend“, sagt Carla Anderer aus Kloster Zinna, die seit zehn Jahren Musikunterricht nimmt. Die 16-Jährige spielt Querflöte, Gitarre und Keyboard.

Ebenso wie Moritz Bosch (11 Jahre), Maria Lara Berger (11), Philipp Goschala (13) und Sofie Hoyer (16) wird sie am 5. Juli beim alljährlichen Abschlusskonzert der Jüterboger Außenstelle der Musikschule vorführen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt hat. Solche Konzerte und Klassenvorspiele finden regelmäßig statt, dennoch haben selbst Schüler wie Sofie Hoyer, die seit zehn Jahren Klavier spielt, immer wieder Lampenfieber. „Wenn man allein vor Publikum auftritt, ist das immer aufregender als in einer Gruppe“, erklärt Matthias Unnerstall, der seit zwölf Jahren regelmäßig am Klavier und seit zehn Jahren am Schlagzeug sitzt.

Zahlen und Fakten

1172 Schüler werden in der Kreismusikschule Teltow-Fläming unterrichtet. 333 davon belegen zusätzlich ein zweites, mitunter noch ein drittes Fach.

17 a

ngestellte und 24 freie Mitar­beiter hat die Kreismusikschule.

175

Schüler stehen zurzeit auf der „Warteliste“, 20 mehr als 2013.

160 Veranstaltungen im Kreis wurden im vergangenen Jahr von Musikschülern in kleinen und großen Ensembles auf Einladungen von Städten, Gemeinden, Vereinen und Firmen umrahmt.

Die Lehrer der Kreismusikschule bieten neben dem Einzelunterricht das Musizieren im Ensemble an. Matthias und Philipp machen zum Beispiel bereits seit Jahren bei „Trommelfieber“ mit, dem schuleigenen Percussion-Ensemble. Dessen mitreißende Auftritte sind beliebt, einmal haben sie sogar schon Autogramme gegeben.

Ob die Musik einmal zum Beruf wird oder eine Freizeitbeschäftigung bleibt, ist eine Frage, die gerade die jüngeren Schüler noch nicht beantworten können. Nur für Sofie steht fest, dass sie Musiklehrerin werden möchte. Sie weiß, dass sie sich auf eine harte Aufnahmeprüfung vorbereiten muss. Das Grundlagenwissen eignet sie sich selbst an, die Lehrer der Musikschule helfen dabei. Extra Theorieunterricht gibt es in Jüterbog nicht. Pädagogisches Geschick scheint die 16-Jährige jedenfalls zu haben: Sie hat ihre Freundinnen dazu gebracht, auch Unterricht zu nehmen.

Während Sofie zu Hause gern mal improvisiert, sonst aber hauptsächlich klassische Stücke übt, spielt Matthias eher Modernes wie Jazz. Er hat bei der Auswahl sogar Mitspracherecht. „Es gibt Pflichtaufgaben, aber über das andere kann man reden“, erklärt er.

Grundsätzlich ist es so, dass die Ausbildung nach dem Lehrplan des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) in mehreren Stufen stattfindet. Je nach Kenntnisstand und Interesse können Schüler den Übergang von einer Stufe zur nächsthöheren mit einer Prüfung belegen. Unterrichtet wird einzeln, in Klassen oder Gruppen. Für nahezu alle Unterrichtsfächer werden Leihinstrumente – auch in „Kindergrößen“ – zur Verfügung gestellt.

Die Mädchen und Jungen sind mit „ihrer“ Musikschule und den Lehrern zufrieden. „Die Grundinstrumente werden angeboten, dafür gibt es sogar Wartelisten“, sagt Matthias. Ein größeres Spektrum fände er trotzdem ganz schön. Carla ist aufgefallen, dass es immer weniger Lehrer gibt und bei längerem Ausfall keinen Ersatz.

Noch drei Wochen bis zu den Ferien, elf Tage bis zum Konzert. Die Zeit werden die sechs Musiker und ihre Mitschüler zum Üben nutzen, damit es für sie und ihr Publikum ein tolles Erlebnis wird.

Termin: Abschlusskonzert am 5. Juli um 15 Uhr in der Kreismusikschule in Jüterbog, Zinnaer Vorstadt 52.

Von Martina Burghardt

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