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Jüterboger Sportler wollen Stützpunkt aufgeben

Maroder Sportplatz Jüterboger Sportler wollen Stützpunkt aufgeben

Die Jüterboger Leichtathleten haben angekündigt, ihren Landesleistungsstützpunkt aufzugeben, wenn die Stadt die marode Tartanbahn am Rohrteich-Sportplatz nicht endlich saniert. Danach sieht es aber nicht aus. Ob die Sportler ernst machen, ist noch offen.

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Die Tartanbahn am Rohrteich ist marode.

Quelle: Josefine Sack

Jüterbog. Der Landesstützpunkt Leichtathletik in Jüterbog könnte aufgelöst werden. „Wir ziehen in Erwägung den Landesstützpunkt zum Jahresende abzumelden.“, sagte Stützpunkttrainer Ernst Troelenberg gegenüber den Jüterboger Stadtverordneten in der jüngsten Einwohnerfragestunde.

Senioren-Landesmeisterschaft nicht mehr in Jüterbog

Grund dafür ist sein ewiges Sorgenkind: die marode Tartanbahn am Sportplatz am Jüterboger Rohrteich. Dellen, Risse und Löcher haben die Zahl der nutzbaren Laufbahnen bereits von sechs auf vier reduziert. Halt findet man auf der Bahn kaum noch. Die ersten Wettkämpfe wurden bereits abgesagt. „Die Landesmeisterschaften der Senioren finden stattdessen in Brandenburg an der Havel statt“, sagte Troelenberg der MAZ. Andere Wettkämpfe werden nur mit Einschränkungen möglich sein.

Bürgermeister: „untergeordnete Rolle“ für Kinder- und Jugendarbeit

„Seine Verärgerung kann ich gut nachvollziehen, da er zu den Athleten gehört, die sich Ehrenamt und Förderung von Kindern zu einer ihrer Lebensaufgaben gemacht haben“, sagte Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos). Die Abmeldung des Stützpunktes sei „nur eine logische Folge, wenn die technischen Voraussetzungen nicht gegeben sind“, so Raue weiter. Ihm zufolge spielt der Status als Stützpunkt aber für die Vereinsarbeit mit Kindern und Jugendlichen „nur eine untergeordnete Rolle“.

Ernst Troelenberg kämpft für seine  Tartanbahn

Ernst Troelenberg kämpft für seine Tartanbahn

Quelle: Peter Degener

Im Jüterboger Haushaltsentwurf für 2016 sind zwar noch Mittel für die Sanierung der Bahn in Höhe von 230 000 Euro eingestellt. Selbst bei einem schnellen Beschluss des Haushalts kann die Verwaltung aber nicht sagen, ob tatsächlich in diesem Jahr noch Reparaturen durchgeführt werden. Dies hänge von personellen Kapazitäten und der Gesamtplanung des Sportplatzes am Rohrteich ab, für die ebenfalls Mittel eingestellt sind.

Raue wolle eine Fehlinvestition vermeiden, bevor man sich über die Zukunft der gesamten Anlage im Klaren sei. Troelenberg fürchtet aber nicht nur um Wettkämpfe, sondern sieht die Nutzung durch den Leichtathletikclub und insbesondere den Schulsport allgemein gefährdet.

Seit 1992 ist Jüterbog Landesstützpunkt für Leichtathletik. Insgesamt 14 weitere solcher Stützpunkte gibt es im Land Brandenburg. 34 junge Talente sind seitdem in die Sportschulen delegiert worden. Die Tartanbahn wurde 1996 eröffnet, die typische Lebensdauer einer solchen Anlage beträgt laut Troelenberg nur zwölf bis 15 Jahre.

Von Peter Degener

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