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Jüterboger Winterschäden werden repariert

Schlaglochpisten Jüterboger Winterschäden werden repariert

Alle Jahre dasselbe Lied: Frost und Tausalz hinterlassen auf den Jüterboger Straßen ihre tiefen Spuren. Nach Ostern werden die Bauarbeiter anrücken und den übelsten Löchern und Rissen an den Kragen gehen. Die Liste der Problemzonen ist lang. Das im Haushalt eingestellte Geld reicht nicht für alle.

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Die tiefsten Löcher und meisten Risse hat es in diesem Winter in der Schillerstraße gegeben, die teilweise eine neue Decke bekommt.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Der Winter 2015/16 ist Geschichte. Wer dieser Tage durch Jüterbog fährt oder zu Fuß unterwegs ist, wird dennoch buchstäblich auf Schritt und Tritt an ihn erinnert. Bei geschickten Umkurven von Schlaglöchern sind die Jüterboger inzwischen Könner. Wann endlich mit der Reparatur begonnen wird, fragen sich viele.

Wenn es nach Kira Wenngatz ginge, lieber heute als morgen. Doch die Asphaltmischwerke in der Region wollen nicht so wie die Jüterboger Bauamtsleiterin, auch wenn die Pläne zur Instandsetzung der gebeutelten Fahrbahnen längst ausgearbeitet sind und eine Spezialfirma beauftragt wurde. Bei Tagestemperaturen unter 10 Grad plus baut niemand Asphalt ein, sodass die Mischwerke erst dann mit der Produktion beginnen, wenn die Tagestemperaturen konstant darüber liegen und eine Mindestbestellmenge angefordert wird.

Reparaturarbeiten frühestens ab Mitte nächster Woche

„Unter 100 Tonnen läuft da nichts“, schätzt Bauamtsmitarbeiter Udo Reichert, „wir mit unseren Bedarf von viereinhalb Tonnen können uns erst dann mit einklinken.“ Wenn alles gut läuft, könnten ab Mitte nächster Woche die Asphaltarbeiten beginnen.

„Insgesamt 125 000 Euro sind für Straßenreparaturen in diesem Jahr im Jüterboger Haushalt eingestellt“, sagt Kira Wenngatz. Sie aber sie weiß auch, dass das Geld nicht zum Beseitigen aller Löcher reicht. „Handlungsbedarf bestünde praktisch überall, sowohl in der Stadt, als auch in den Ortsteilen“, sagt sie, „wegen der Kosten müssen wir uns auf die schlimmsten Fälle konzentrieren und sind dankbar für jeden Hinweis, da unsere Mitarbeiter ihre Augen nicht überall haben können.“

Die Promenade kommt in diesem Jahr als erstes unter die Walze

Die Promenade kommt in diesem Jahr als erstes unter die Walze.

Quelle: Uwe Klemens

Die Liste der größten, bislang ausfindig gemachten Problemstellen ist lang. Mozart-, Heffter- und Bülow- und Grünstraße, Fuchs- und Weinberge, Oberhag, Tulpen- und Nelkenweg, Kreisbahnplatz und die Promenade zwischen Toom-Baumarkt und Aldi und die Zinnaer Vorstadt stehen darauf. Bei letzterer gehört nicht nur die Fahrbahn, sondern auch der Gehweg zu den Sorgenkindern. Überall dort soll es in den kommenden Wochen den Löchern, Rissen und porösen Oberflächen an den Kragen gehen. Weiteren, dringenden Handlungsbedarf sieht die Bauamtsleiterin zudem an der Ortsverbindung zwischen Markendorf und Fröhden sowie in Neuhof. Maßnahme Nummer 1 wird die Promenade sein, die schon seit Jahren ein Flickenteppich ist.

Rund die Hälfte des Geldes fließt in die Schillerstraße

Arg erwischt hat es in diesem Winter auch die Schillerstraße. Im Bereich zwischen Wursthof und Goethestraße ist nach Einschätzung des Bauamtes mit partiellen Maßnahmen nicht mehr viel zu retten, sodass dieser Abschnitt ganzflächig eine neue Asphaltdecke bekommen soll. Da hierfür die Straße voll gesperrt werden muss, sollen die Arbeiten daran erst während der relativ verkehrsarmen Sommerferien erfolgen. Ein machbares Umleitungskonzept zu entwickeln ist angesichts des gleichzeitig erfolgenden Ausbaus der B102 die nächste Herausforderung. Mit einer geschätzten Bausumme von 60 000 Euro verschlingt dieser Bereich rund die Hälfte der insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel.

„Wahrscheinlich ist, dass das Geld nicht für alle genannten Bereiche wird“, sagt Kira Wenngatz, „dann müssen wir mit der Kämmerei reden und einen Haushaltsnachtrag beantragen.“

Von Uwe Klemens

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