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Jüterboger auf Energiespar-Mission

Schülervisionen zur Klima-Rettung Jüterboger auf Energiespar-Mission

Vieles von dem, was uns heute als Selbstverständlichkeit erscheint, hätte vor 30 Jahren wie Zukunftsmusik erschienen. Ob die Ideen zum Klimaschutz, die die Achtklässler der Jüterboger Wiesenschule so haben, in 30 Jahren Wirklichkeit geworden sind, muss abgewartet werden. Aber sie klingen verheißungsvoll.

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Das Ausfüllen der Energieprotokolle erwies sich als knifflig .

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Das Thema Energiesparen hat in vielen Haushalten und Familien längst Einzug gehalten. Doch Energiefresser finden sich immer noch – auch in der Wiesenoberschule, wo Achtklässler derzeit an der „Mission Energiesparen“ teilnehmen. Zwei Unterrichtsstunden lang untersuchten die 22 Schüler der 8c den Strom- und Wärmeverbrauch in der Jüterboger Schule.

Insgesamt 30 Klassen in 17 Schulen in Westbrandenburg beteiligen sich in diesem Jahr am Wettbewerb, der zum wiederholten Male die Energie Mark Brandenburg GmbH (EMB) aufgerufen hat. Eine Kollision zwischen Geschäftsfeld und Energiebewusstsein sieht man dort nicht, sondern sieht die Senkung des Energieverbrauchs als eigenen Beitrag zum Klimaschutz.

Der gestrige Schul-Check war für die Wiesenschüler bereits die zweite Etappe. Im Dezember hatten sie sich zu Hause nach Energiefressern und Einsparpotenzialen umgeschaut und die Ergebnisse protokolliert. Wie hoch ist der Anteil sparsamer LED-Lampen? Kann die Heizung nicht niedriger eingestellt, können Zimmer besser durchlüftet werden? Diesen Fragen gingen die Jugendlichen nach. Auch nach Energielabels auf Kühlschrank, Fernseher und anderen Geräten wurde geschaut.

Auch im Schulhaus deckten die Jungen nach dem gleichen Prinzip Einsparpotenziale auf. Der Kälteeinbruch in der Nacht zuvor sorgte beim Messen der Raumtemperatur für Überraschung. Vermutlich aus Angst, die Schüler würden sonst frieren, hatte jemand die Heizungsanlage besonders hoch gefahren. Bessere Steuerungstechnik einzusetzen, lautete deshalb die protokollierte Empfehlung der Schüler.

Visionen zu entwickeln, wie umweltbewusstes Energiemanagement im Jahr 2036 aussehen könnte, war Thema einer weiteren Arbeitsgruppe. Sonnenenergie per Satellit aufzufangen und mittels gesteuerter Blitze auf die Erde zu senden, war einer der Vorschläge, die aus heutiger Sicht wie ein Ausflug nach Utopia aussehen. Auch die Energie der Vulkane zu nutzen oder die Laufbänder im Fitnessstudio mit Minigeneratoren zu versehen, klingt nach Zukunftsmusik.

Nach Auswertung der Messergebnisse, Verbesserungsvorschläge und Visionen werden die sechs besten Klassen Mitte April zum Wettbewerbsfinale nach Potsdam eingeladen. 7000 Euro, verteilt nach der erreichten Punktzahl, winken als Belohnung.

Von Uwe Klemens

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